Granit Xhaka

So schlagen sich die Ex-Bundesligaspieler beim FC Arsenal?

Beim FC Arsenal  stehen gleich fünf ehemalige Bundesliga-Profis unter Vertrag. Wer konnte sich in der Premier League  beweisen? Ein Überblick zur aktuellen Lage von Leno, Sokratis, Kolasinac, Xhaka und Aubameyang:

6. Bernd Leno

Der Ex-Leverkusener  wechselte vergangenen Sommer für 25 Millionen Euro zu den Gunners. Zu Beginn der Saison musste der 27-jährige sich noch hinter dem Routinier Petr Chech anstellen. Doch in den letzten Monaten konnte er sich als Nummer eins im Tor der Londoner durchsetzen.


In den letzten beiden Partien gegen Tottenham und Manchester United zeigte der Deutsche überragende Paraden und sicherte seiner Mannschaft wichtige Punkte im Rennen um die Champions League. In der Europa League steht Leno mit dem FC Arsenal derzeit im Achtelfinale gegen Stade Rennes. Das Hinspiel ging unglücklich mit 1:3 verloren. Doch in der Europa League spielt Petr Cech im Tor, sodass Leno in diesem Wettbewerb keinen Einfluss nehmen kann. Dennoch hat sich der Deutsche in England bei einem der größten Vereine Europas durchgesetzt und zeigt Woche für Woche starke Spiele. In der englischen Medienlandschaft werden seine Leistungen immer mehr gewürdigt.

5. Sead Kolasinac

Der Bosnier Sead Kolasinac wechselte im Sommer 2017 ablösefrei zu den Gunners. Er kam vom FC Schalke, wo er besonders durch seine offensiven Aktionen Aufsehen erregte. In seiner ersten Premier League Saison kam er zu 27 Einsätzen und erzielte zwei Tore und bereitete vier weitere vor. Unter dem legendären Trainer Arsene Wenger kam er zu zahlreichen Startelfeinsätzen.


In dieser Saison hat er unter dem neuen Trainer Unai Emery einige Probleme. Zu Beginn der Saison zog der Linksverteidiger sich eine Knieverletzung zu und hatte darauffolgend Probleme sich im neuen System zurecht zu finden. Doch seit November kommt er vermehrt zu Einsätzen, viele davon auch über 90 Minuten. Bisher kommt er auf 18 Einsätze in der Liga und sieben Vorlagen. Im 3-4-3-System der Gunners spielt er auch häufig im linken Mittelfeld und kann dadurch noch mehr seine offensiven Stärken ausspielen. Gegen Manchester United stand er über 90 Minuten auf dem Platz und konnte seinem Team zum 2:0-Erfolg verhelfen.


Auch Sead Kolasinac ist in der Premier League angekommen. Ihm liegt vor allem das körperlich betonte Spiel der Engländer.

4. Sokratis

Der Grieche Sokratis ist derzeit eine der wenigen Konstanten in der Innenverteidigung des FC Arsenal. Dort haben sie mit vielen Verletzungsproblemen zu kämpfen. Der 30-jährige wechselte vergangenen Sommer für 16 Millionen Euro vom BVB  nach London. Zuvor spielte er noch beim SV Werder Bremen.


Im Oktober wurde er durch eine leichte Knöchelverletzung aus der Mannschaft gedrängt, doch wenn der Grieche fit ist, ist er eine der wichtigen Säulen in der schwächelnden Abwehr der Gunners. Er kommt in dieser Saison auf 20 Einsätze in der Liga. Auch ihm verdanken die Londoner die derzeit starke Phase in der Premier League.


Ihm liegt ebenso wie Kolasinac das körperbetonte Zweikampfverhalten der englischen Liga. Doch seine Zukunft beim FC Arsenal ist ungewiss. Es sollen neue junge Innenverteidiger kommen. So könnte der Ex-Bundesligaspieler ins Hintertreffen geraten.  

3. Granit Xhaka

Im Sommer 2016 wechselte der Schweizer Granit Xhaka von Borussia Mönchengladbach für 45 Millionen Euro an die Themse. Bereits in seiner ersten Saison avancierte er zum Stammspieler und absolvierte 32 Spiele in der Premier League, dabei kam er auf zwei Tore und zwei Vorlagen. Unter Arsene Wenger war er auch in der letzten Saison unumstritten und kam auf 38 Einsätze in der Liga. Aus Gladbach hatte er ein bisschen den Ruf eines Rüpels und ungestümen Zweikämpfers. In seiner ersten Saison kassierte er noch zwei Platzverweise. Doch seitdem blieb es für der Schweizer immer bei gelben Karten. Diese sammelt er jedoch immer noch fleißig.


Unter Unai Emery ist er auch die Konstante im defensiven Mittelfeld. Er kommt auf 25 Einsätze und vier Tore in der Liga. Er spielt zumeist über volle 90 Minuten. Anfang Februar fiel er kurze Zeit aufgrund einer unbekannten Verletzung aus. Im letzten Spiel gegen Manchester United erzielte er per Distanzschuss das wichtige 1:0. Er ist vor allem für seine Weitschüsse und Freistöße bekannt. Diese haben ihm bei den Fans schon einen Song und den Namen "XhakaBoom" gebracht. 


Auch er ist von Anfang an in der Premier League zurecht gekommen. Mittlerweile durfte er den traditionsreichen Klub schon öfters als Kapitän aufs Feld führen. Er überzeugt durch Einsatz und Mentalität.

2. Pierre-Emerick Aubameyang

Der Gabuner ist in dieser Saison der Toptorschütze der Gunners. Mit 17 Treffern in 29 Ligaeinsätzen gehört zu den besten Stürmern der Liga und sogar zu den Besten in Europa. 

Dabei kam er erst im vergangenen Sommer für eine Ablöse von 63,75 Millionen Euro vom BVB zum FC Arsenal. 


Er hat sich sofort in die Startelf gespielt und ist flexibel einsetzbar. Mal stürmt er über links, mal über rechts, oder er besetzt das Sturmzentrum. Der pfeilschnelle Gabuner ist eine echte Waffe im Sturm für Unai Emery. Zurzeit wechselt Emery Aubameyang mit seinem Sturmkollegen Alexandre Lacazette ab. Mal spielen beide zusammen von Anfang an und mal kommt der eine als Joker ins Spiel. 


Nachdem er gegen Tottenham in der 90 Spielminute beim Stand von 1:1 noch einen Elfer verschossen hatte, erzielte er gegen Manchester United das entscheidende 2:0 per Elfmeter. Er brauchte keine Eingewöhnungszeit an das englische Spiel. Aubameyang überzeugt mit seinem Tempo und seinem Abschluss. 

1. Mesut Özil

2013 wechselte Mesut Özil von Real Madrid für 47 Millionen Euro zum FC Arsenal. Zuvor hatte er von 2006 bis 2008 bei Schalke und von 2008 bis 2010 bei Werder Bremen in der Bundesliga gespielt. 


Zu Beginn seiner Zeit bei den Gunners war er einen der Lieblingsspieler von Trainer-Legende Arsene Wenger. Er war Jahre lang einer der Topvorbereiter in Europa und belebte das Offensivspiel der Londoner. Doch im letzten Jahr baute der ehemalige Nationalspieler sehr stark ab. Zudem setzt der neue Trainer Unai Emery nicht mehr auf Özil als Stammspieler. 


Unter Emery kommt er in 18 Ligaspielen auf vier Toren und zwei Vorlagen. Insgesamt hat der Deutsche für die Gunners 220 Spiele in der Premier League absolviert. Dabei schoß er 42 Tore und bereitete 72 weitere vor. 


Diese Saison ist womöglich die letzte von Mesut Özil bei Arsenal - vorausgesetzt man findet einen Abnehmer. Seine Leistungen lassen nach und das Verhältnis zum neuen Trainer ist nicht das Beste. Außerdem hat Arsenal vor allem in der Offensive viele junge talentierte Spieler, die den 30-jährigen ersetzten können. Im vergangenen Sommer unterschrieb er allerdings ein neues Arbeitspapier bis 2021, das ihn zum absoluten Top-Verdiener macht.

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