Die Entlassung Santiago Solaris als Chef-Trainer von Real Madrid ist leistungsgerecht. Auch er, der zweite Trainer der laufenden Saison, konnte mit dem hochkarätigen Kader nicht im Ansatz die Erwartungen erfüllen. Unbeliebt war der Argentinier dennoch nicht. Insbesondere die von ihm in den Kader berufenen Nachwuchsspieler trauern Solari nun nach.


"Ich bin überzeugt, dass Du großartig sein wirst, weil Du es verdienst!" - Mit diesem guten Wunsch wurde der entlassene Real-Coach Santiago Solari am gestrigen Abend auf Twitter verabschiedet. Der Autor: Madrids junger Linksverteidiger Sergio Reguilón. Der 22-Jährige war erst im vergangenen Sommer in den erweiterten Kader der spanischen Hauptstädter aufgenommen worden. Zuletzt hatte er dann regelmäßig von seinem Trainer das Vertrauen erhalten, für die Königlichen von Beginn an zu spielen. 

Reguilón war einer der größten Profiteure der Führung Solaris, aber nicht der einzige. Auch Federico Valverde, Reals 20 Jahre junges Mittelfeldtalent aus Uruguay, hatte dank des 42-jährigen Übungsleiters mehrfach die Chance bekommen, sich auf höchstem internationalen Niveau zu beweisen. Zwar reichte es beim Südamerikaner wettbewerbsübergreifend nur fünfmal für die Startelf, dennoch machte er unter Solari wichtige erste Schritte im Profifußball. 


Es ist kein Wunder, dass die Youngster ihren großen Förderer in guter Erinnerung behalten wollen. "Für immer dankbar", lobt Reguilón in seinem Abschieds-Tweet den Mann, "der mir vertraute, in Real Madrids erster Mannschaft spielen zu können". Persönlich wie professionell sei Solari "top". Ein herzlicher Tribut des jungen Madrilenen, der sich nun unter Zinedine Zidane neu beweisen müssen wird. 


Auch Rohdiamant Vinicius Junior nutzte die Gelegenheit, um Solari zu verabschieden und sich für "die Hilfe und das Vertrauen" zu bedanken.