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Die Kreisliga-Truppe – Diese Spielertypen kennt jeder Amateurfan

Jeden Sonntag geht es auf den Fußballplätzen dieser Republik fernab von der Bundesliga rustikal bis ruppig, spartanisch bis asketisch, urig bis romantisch zu. Die Kreisliga, der Amateurfußball, die Basis des Sports, hat ihren ganz eigenen Flair. Wir präsentieren euch die Kreisliga-Elf, die jeder kennt.   

11. Die Wampe

Der Spieler, der die größte Tonne vor sich herschiebt, ist meist der Keeper. Logisch, dass er mit dem eingeschränkten Aktionsradius in den Kasten muss, dort kann er am wenigsten Schaden anrichten. Dass er dabei auch immer nur umfällt wie die berühmte Bahnschranke, wird meist zähneknirschend in Kauf genommen.   

10. Der Star

Er sieht sich meist unterfordert und glaubt von sich, mindestens drei Klassen höher spielen zu können. Aber der Job, die Freundin, das Auto, der Lebensstil – all das macht ihm einen Strich durch die Rechnung. Doch letztlich ist es nur sein Selbstvertrauen, was ihn daran glauben lässt, wirklich besser zu sein als alle anderen. Am Ende stümpert er meist genau so, wie alle anderen.   

9. Der Untalentierte

Er ist das Gegenstück zum Star. Meist der Kumpel, der in einem Freundeskreis der Freunde wegen mitspielt, aber in seinem Talent dem Rest dann doch dermaßen unterliegt, dass er sich hauptsächlich von draußen mitfreuen darf, wenn die eigene Mannschaft mal ein Tor erzielt hat. Wenn er denn mal spielen darf, ist er meist überglücklich, hat dann aber seine Glieder selten unter Kontrolle vor lauter Aufregung.   

8. Der Freistoß-Spezialist

Er hat sich jede Bewegung von Cristiano Ronaldo genau abgeschaut, stellt sich vor der Ausführung genau so hin wie der Portugiese – und knallt das Ding dann doch auf den nächsten Acker, wenn er nicht gerade in den Rasen tritt und ebenjenen kaputt macht. „Im Training gehen die immer rein“, wird er danach noch sagen, und sich voller Scham wegdrehen.   

7. Der Motivator

Er kennt sie alle! Die großen Sprüche aus dem Satzbaukasten für Kreisliga-Kicker. „Fallen lassen!“ - wenn es nach hinten gehen soll. „Drauf da!“ - wenn angegriffen werden muss. „Sechzehner ist Schluss!“ - bei einem Freistoß des Gegners, den man mit einer nicht vorhandenen Abseitsfalle abwehren möchte. Der Klassiker schlechthin für jeden Zweikampf mit dem Gegner: „Der kann nix!“   

6. Der Alleinikov

Nicht zu verwechseln mit dem ehemaligen weißrussischen Spieler Sergei Aleinikov. Auch Fummelkönig genannt. Er treibt seine Spielkameraden regelmäßig in den Wahnsinn, wenn er den Ball nicht abspielt und stattdessen fummeln muss. Prekär wird es dann, wenn es im eigenen Strafraum passiert, oder er am fünften Gegenspieler hängen bleibt und neun weitere Feldspieler sich aufregen.   
 

5. Die Sense

Die Gegenspieler sind meist vorher über ihn informiert, denn er hat sich in der gesamten Liga inzwischen einen Namen gemacht. Kommt eigentlich keine Saison ohne mindestens eine Rote Karte aus, da er ohne Kompromisse alles umhackt, was sich ihm in den Weg stellt. Talent ist hier meist nur zweitrangig, es kommt vor allem darauf an, wie schön er die Gegenspieler fliegen lässt.   

4. Der Regisseur

Er hat in aller Regel das meiste Talent der Wochenendkicker und bekommt daher auch alle Freiheiten vom Trainer. Darf sich auf dem gesamten Spielfeld aufhalten, was er meist auch tut, putzt hinten aus, setzt die Mitspieler in Szene und schießt vorne die Tore. Meist nach dem Spiel auch stark am Glas.   

3. Der Goalgetter

Keiner weiß, wie er das macht, denn sein Talent ist meist nicht das beste, dennoch schafft er es irgendwie, die Dinger immer reinzumachen, oder richtig zu stehen. Er sichert dem Team die Siege und schießt die nötigen Tore, gerne auch mal vier oder fünf, wenn es gegen noch limitiertere Gegner geht.   

2. Die Pferdelunge

Kann rennen wie ein junger Gaul, läuft die Außenbahn rauf und runter; was seine große Stärke ist: den Gegner müde machen. Wenn er dann doch mal an den Ball kommt und alles auf eine Bananenflanke hofft, geht die Kirsche aber meist in den Garten von Familie Müller, die sonntags immer Reißaus vor den Sonntagskickern nimmt.   

1. Das Talent

Der einzige, der wirklich kicken kann, aber aufgrund seiner Mitspieler meist ebenso limitiert bleibt, wie der Rest der Truppe. Hofft Spiel für Spiel, dass mal ein Scout vorbeikommt und ihn beobachtet, damit er endlich in eine bessere Mannschaft wechseln kann. Ein Traum, den er nie aufgibt, dem er aber sein Leben lang hinterherläuft.   

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