Die Rückkehr von Zinedine Zidane zu Real Madrid schlägt hohe Wellen. Seit dem Abtritt des Franzosen vor 284 Tagen hat sich jedoch einiges verändert. Dazu zählt auch die Herangehensweise des Erfolgstrainers, der den Kader nun ganz nach seinen eigenen Wünschen umbauen möchte. Unter den Maßnahmen könnte einer leiden, der noch gar nicht wieder in Madrid weilt - Bayern-Leihspieler James Rodriguez.


Schon bevor er das erste Training geleitet hat, wird der alte und neue Real-Madrid-Trainer Zinedine Zidane als Heilsbringer gefeiert. Fans und Spieler haben gleichermaßen noch die Erfolge im Kopf, die mit dem französischen Weltmeister von 1998 in den vergangenen Jahren gelangen. Und wie auch nicht: Kein Jahr ist es her, dass Zidane als Champions-League-Sieger den Staffelstab an Nachfolger Julen Lopetegui weitergab. Nach einer verkorksten Saison, in der es außer ein wenig Würde schon jetzt nichts mehr zu retten gibt, ist der 46-Jährige zurück - und hat wohl Großes vor.


Wie die spanische Marca berichtet, besteht der Rückkehrer bei Real auf absolute Handlungsfreiheit bei der Umstrukturierung des Kaders. Das impliziert zum einen, dass der Franzose entscheidet, welche Spieler im Sommer verpflichtet werden sollen, zum anderen liegt fortan auch in der Hand des Trainers, wer den Verein verlassen muss, weil er nicht mehr benötigt wird. Das könnte nicht nur Stars zum Verhängnis werden, die wie Toni Kroos, Gareth Bale oder Luka Modric zuletzt nicht mehr konstant gute Leistungen zeigten. 

James Rodriguez

Die Zukunft von James Rodriguez liegt wegen Zidane wohl nicht in Madrid



Auch James Rodriguez, der bis zum kommenden Sommer noch an Bundesliga-Rekordmeister ​Bayern München verliehen ist, könnte die zweite Amtszeit Zidanes zum Verhängnis werden. Während nämlich noch nicht klar ist, ob der 27-jährige Kolumbianer mittels 42-Millionen-Euro-Kaufoption auch zukünftig für den FCB aufläuft, wäre eine endgültige Rückkehr nach Madrid wohl unwahrscheinlich. Unter dem französischen Trainer war James nämlich 2016/17 aus der spanischen Hauptstadt nach Deutschland geflohen, um dort mehr Spielzeit zu bekommen. 


Auch im kommenden Sommer wäre die Lage des Offensivkünstlers bei den Madrilenen kaum besser, sprach sich der zurückgekehrte Erfolgstrainer zuletzt laut dem Bericht doch deutlich gegen ein James-Comeback aus. Der Bayern-Leihspieler wird also womöglich auf einen Verbleib in Deutschland hoffen, sonst droht eine weitere Leihe.