​Rein sportlich musste die Mannschaft von ​RB Leipzig am vergangenen Samstag mit einem 0:0-Unentschieden gegen den FC Augsburg einen kleinen Rückschlag im Rennen um einen Champions-League-Platz machen. Auch abseits des grünen Rasen sorgten die Roten Bullen nun für negative Schlagzeilen. So soll sich der langwierige Ausbau der ​Red Bull Arena angeblich weiter verzögern.


Wäre alles wie geplant abgelaufen, dann hätte der Ausbau der Spielstätte bereits bis zum Ende der Saison 2020/21 abgeschlossen sein sollen. Selbst eine Aufstockung der Zuschauerkapazität auf bis zu 57.000 galt zu Beginn der Planungsphase als realistisches Ziel. Bereits 2018 ruderte Geschäftsführer ​Oliver Mintzlaff aber zurück und erklärte, dass in der ersten Phase bis 2021 ein Ausbau der Zuschauerränge nicht mehr zu realisieren sei.


Vielmehr wird in dieser ersten Bauphase der Fokus auf infrastrukturelle Verbesserungen gelegt. So sollen etwas der Schall- und Brandschutz und die Zuwege verbessert werden. Zusätzlich können sich die Stadiongäste auf eine Aufstockung der Kapazität an Toiletten und Cateringbetrieben freuen. Dabei handelt es sich um verhältnismäßig kostengünstige Maßnahmen. 

Oliver Mintzlaff

Oliver Mintzlaff muss mit den Geldern gut haushalten


Die Sachsen reagierten somit auf die gestiegenen Baukosten und entsprachen so nicht dem Klischee des mit Geld nur so um sich werfenden Retortenklubs. Einem Bericht der BILD zufolge soll nun aus Kostengründen sogar auf den Bau einer neuen Flutlichtanlage verzichtet werden. Andere Vereine, wie etwa der VfL Wolfsburg und der FC Bayern München, waren bei ihren Umbaumaßnahmen zuletzt auf LED-Scheinwerfer umgestiegen.


Demnach soll der komplette Umbau der Arena aufgrund der erneuten Verzögerungen nun wohl erst 2025 abgeschlossen sein. Dieser neue Termin könnte für die Leipziger jedoch zum Problem werden, schließlich sollen bereits 2024 Spiele der EM im weiten Rund stattfinden. 


Bei der Bewerbung für die Ausrichtung hatten die Sachsen noch mit einer Kapazität von 50.000 Plätzen geworben. Da dies jedoch nur mit einem großen Umbau zu bewerkstelligen ist und hierfür die Zeit abzulaufen droht, könnten die Leipziger ihr Austragungsrecht verlieren, zumal die gescheiterten Mitbewerber unlauteren Wettbewerb vermuten könnten.