Zweitliga-Statistik: In welchem Stadion kostet ein Tor am wenigsten?

Die Zweitligasaison 2018/19 biegt auf die Zielgerade ein. Die Fans in den Stadien und am TV-Gerät wollen natürlich am liebsten Tore und Siege ihres Vereins sehen. Doch wo lohnt sich der Gang ins Stadion? Wo fallen in dieser Saison die meisten Tore und wie viel kostet das Tor den Zweitligafan umgerechnet auf den Eintrittspreis? Die Redakteure vom Sportblog Chucknorisk haben sich in einer Untersuchung diesen Fragen gewidmet. Wir haben hier alle 18 Zweitligisten, ihren Torschnitt und den Preis für einen Treffer aufgelistet. Das günstigste Bundesligator, findet ihr hier.  

1. Platz: 1. FC Köln (RheinEnergieStadion)

Der 1. FC Köln ist in dieser Saison das Maß aller Dinge in Liga 2. Der Tabellenführer ist gleichzeitig auch die torfreudigste Mannschaft des Unterhauses. Im RheinEnergieStadion fallen im Schnitt 4,46 Tore pro Spiel. Da die Kölner zudem noch extrem günstige Dauerkartenpreise vorweisen können, kostet das Tor in der Rheinmetropole läppische 1,78€. 

2. Platz: 1. FC Heidenheim (Voith-Arena)

Der 1. FC Heidenheim hat sich in den vergangenen Jahren stetig weiterentwickelt. Dass sie dieses Jahr, wenn auch nur noch mit geringen Chancen, um den Aufstieg mitspielen, ist also ein Resultat jahrelanger Arbeit. Verdient haben sie sich so auch den 2. Platz in diesem Ranking. Durch die 3,08 Tore pro Spiel und der günstigsten Dauerkarte von 135€ kostet ein Tor in Heidenheim nur 2,58€

3. Platz: SC Paderborn 07 (Benteler-Arena)

Paderborn ist ohne Frage das Überraschungsteam der diesjährigen Zweitligasaison. Der Aufsteiger sprüht in der heimischen Benteler-Arena nur so vor Spielfreude. Bei 56 Toren in 13 Spiele und dem zweitbesten Torschnitt der Liga von 4,31 können sich die Fans wahrlich nicht beschweren. Auch wenn die Paderborner mit einem Torpreis von 2,66€ im „Kosten pro Tor„-Ranking wegen der teureren Dauerkarten nur auf Platz 3 landen. 

4. Platz: SpVgg Greuther Fürth (Sportpark Ronhof Thomas Sommer)

Nein! In Fürth wird kein besonders anspruchsvoller Fußball gespielt. In diesem Ranking liegen die Fürther nur auf Platz 4, da hier für 130€ die günstigste Dauerkarte der Liga verkauft wird. So schafft es die Spielvereinigung mit einem durchschnittlichen Torschnitt von 2,82 im Sportpark Ronhof auf den günstigen Torpreis von 2,71€ und Platz 4 im Ranking. 

5. Platz: FC St. Pauli (Millerntor-Stadion)

Das verlorene Derby wird den Fans am Millerntor sicher wehgetan haben. Allerdings können sich die St. Paulianer damit trösten, dass in ihrer Heimstätte entschieden mehr los ist als im Hamburger Volksparkstadion. Bei 3,23 Toren pro Spiel zahlt der Fan auf dem Heiligengeistfeld lediglich 2,79€ pro Tor

6. Platz: FC Ingolstadt 04 (Audi-Sportpark)

Die Ticketabteilung des Tabellenletzten der 2. Bundesliga schien vor der Saison bereits gewusst zu haben, dass es im Audi-Sportpark bisweilen etwas ungemütlich werden kann. Die günstigste Dauerkarte bekommt man in Ingolstadt bereits ab 156€. So fällt weniger ins Gewicht, dass der Audi-Sportpark mit 2,54 einen schwachen Torschnitt vorweisen kann und die Ingolstädter Arena landet mit einem Preis pro Tor von 3,61€ auf Platz 6 des Rankings. 

7. Platz: Holstein Kiel (Holstein-Stadion)

An den Erfolg des letzten Jahres mit dem knapp verpassten Aufstieg können die Kieler in dieser Saison nicht ganz anknüpfen. Aber immerhin finden sich die Störche aus dem Norden in der Spitzengruppe wieder und auch die Torbilanz im heimischen Holstein-Stadion sieht ganz passabel aus. Bei einem Torschnitt von 3,25 kostet die Fans in Kiel ein Tor 3,76€. 

8. Platz: SV Darmstadt 98 (Merck-Stadion am Böllenfalltor)

Würde der SV Darmstadt 98 nur zuhause spielen, wäre der Abstiegskampf kein Thema. Doch der Bundesligaabsteiger des vorletzten Jahres steht in dieser Saison mächtig unter Druck. Im heimischen Merck-Stadion am Böllenfalltor reicht der Torschnitt von 2,77 und der Preis pro Tor von 3,87€ immerhin für den 8. Platz (ein Heimtor mehr als Bochum). 

9. Platz: VfL Bochum (Vonovia Ruhrstadion)

Dass der VfL Bochum in dieser Saison noch einmal in den Kampf um die Aufstiegsplätze eingreift, glaubt vermutlich keiner mehr. Denn die Bochumer sind aktuell das personifizierte Mittelmaß. So ist auch der Torschnitt im Ruhrstadion mit 2,77 leicht unterm Durchschnitt und der Preis eines Tores liegt mit 3,87€ leicht über dem Schnitt. 

10. Platz: Arminia Bielefeld (Schücoarena)

Bei Arminia Bielefeld ist dieses Jahr Mittelmaß angesagt! Sowohl in der Liga als auch im "Kosten pro Tor"-Ranking heißt es bei den Westfalen: Weder Fisch noch Fleisch. Mit einem Torschnitt von 3,17 und der günstigsten Dauerkarte für 210€ kommt die Bielefelder Schücoarena auf 3,90€ pro Tor. 

11. Platz: SV Sandhausen (BWT Stadion am Hardtwald)

Seit dem 0:3 gegen Aue im heimische BTW Stadion am Hardtwald liegt der SV Sandhausen auf den Abstiegsrängen. Mit 2,08 Toren pro Spiel hatte die Arena in Baden-Württemberg aber bereits zuvor die schlechteste Torbilanz der Liga. Aufgrund der günstigen Dauerkartenpreise kostet ein Tor in Sandhausen dennoch nur 3,92€: immerhin Platz 11. 

12. Platz: MSV Duisburg (Schauinsland-Reisen-Arena)

Mit einem Torschnitt von 2,92 in der heimischen Schauinsland-Reisen-Arena liegt der ehemalige Tabellenletzte der 2. Bundesliga am nächsten am Ligadurchschnitt von 2,88 Tore pro Spiel. Die Fans der Zebras müssen mit 3,95€ pro Tor etwas mehr als der Schnitt bezahlen. 

13. Platz: SG Dynamo Dresden (Rudolf-Harbig-Stadion)

Für die SG Dynamo Dresden ist die Saison 2018/19 eine Verlorene. Von den Aufstiegsplätzen sind die Sachsen aktuell weit entfernt. Dass auch der Torschnitt mit 2,75 und der Preis pro Treffer mit 4,17€ im Rudolf-Harbig-Stadion eher Mittelmaß ist, passt ins Bild.  

14. Platz: SSV Jahn Regensburg (Continental Arena)

Der Jahn ist in dieser Saison das drittstärkste Auswärtsteam der 2. Bundesliga. 20 der 37 Punkte holten die Regensburger in der Fremde. Im Umkehrschluss heißt das auch, dass das Team zu Hause einige Wünsche offen lässt. So kommt die Continental Arena auf einen Torschnitt von 2,33 und einem Preis von 4,36€ pro Tor

15. Platz: 1. FC Union Berlin (Stadion an der Alten Försterei)

Auch bei Union Berlin sieht es in der echten Tabelle besser aus als im "Preis pro Tor"-Ranking. Mit einem Schnitt von 2,46 Toren pro Spiel und einem Preis von 4,47€ pro Tor an der Alten Försterei landet der Spitzenreiter der Heimtabelle immerhin nicht auf einem Abstiegsplatz. 

16. Platz: Hamburger SV (Volksparkstadion)

In der Tabelle auf Platz 2, im "Kosten pro Tor"-Ranking weit hinten. Im Stadion der 1:0-Könige aus Hamburg fielen in 12 Heimspielen bisher nur 27 Tore. Der Torschnitt von 2,25 reichte bisher für ganze 24 Punkte daheim. Ein Tor müssen die HSV-Fans allerdings teuer bezahlen: 5,33€. 

17. Platz: FC Erzgebirge Aue (Erzgebirgsstadion)

In der Tabelle hat sich Aue etwas von den Abstiegsrängen entfernt. Beim "Preis pro Treffer"-Ranking liegen die Sachsen allerdings fast ganz unten: Mit einem Torschnitt von 2,31 pro Spiel und einem Torpreis von 5,51€ ist der Zweitligatreffer im Erzgebirgsstadion der Zweitteuerste. 

18. Platz: 1. FC Magdeburg (MDCC-Arena)

Tore wie diese von Gegner Holstein Kiel sind in der Magdeburger MDCC-Arena Mangelware. Vor allem Tore der Heimmannschaft! Die Fans des FCM müssen mit 12,76€ am meisten für ein Heimtor bezahlen. Rechnet man die Auswärtstore hinzu, kommt die Arena auf einen Torschnitt von 2,23 und den höchsten Gesamttorpreis von 5,72€

19. Zweitligator teurer als Treffer in der Bundesliga

Im Unterhaus wird Fußball gearbeitet, es wird mehr gekämpft. Dafür fallen mit 2,88 auch weniger Tore pro Spiel als in der Bundesliga. Da die Dauerkarten im Schnitt aber nur minimal günstiger sind als in der Bundesliga, zahlt der Fan de facto mehr, will er ein Tor in der 2. Bundeliga sehen. Der Torschnitt aller Vereine liegt bei 3,65€. Hier findet ihr noch einmal alle Daten im Überblick.  

20. Kosten pro Zweitligator: Die Karte

Hier noch einmal die Torschnitte in allen Stadien der Zweitligisten und die Torpreise im Überblick. Der 1. FC Köln dominiert die Tabelle in beiden Rankings. Die Flop-Schilder bekommen das BWT-Stadion für den schlechtesten Torschnitt und die Magdeburger MDCC-Arena für das teuerste Tor der Liga. 

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