Ilkay Gündogan hat sich auch wenige Monate vor Saisonende noch nicht entschieden, wie seine Zukunft aussehen soll. Der Vertrag bei Manchester City läuft 2020 aus. Der englische Meister würde gerne verlängern, doch die alte Liebe lockt wohl auch. 


Als Nationalspieler Ilkay Gündogan 2016 Borussia Dortmund und die Bundesliga verließ, um in Manchester unter Pep Guardiola zu spielen, war das die richtige Entscheidung - so viel ist heute klar. Der 28-jährige Mittelfeldspieler machte unter Regie des spanischen Top-Trainers den nächsten Entwicklungs-Schritt, wurde ein nochmal besserer Fußballer als er ohnehin schon war. Eine Meisterschaft, einen Superpokal und zwei Liga-Pokale später ist sich der Ex-Dortmunder dennoch nicht sicher, ob seine Zukunft weiterhin in Manchester liegt. 


Guardiola hält indes große Stücke auf seinen deutschen Mittelfeld-Regisseur, möchte gerne mit ihm verlängern. Doch anders als beispielsweise Kevin de Bruyne lässt sich Gündogan Zeit mit seiner Vertragsverlängerung, scheint selbst noch nicht zu wissen, was das Richtige für seine Karriere ist. Das spürt auch der City-Coach, der feststellt: "Wenn er unbedingt bleiben wollen würde, hätte er längst verlängert." Doch stehe der Klub zu jeder Zeit für Vertragsgespräche bereit. 


Unterschreiben jedoch will der 29-malige Nationalspieler derzeit noch nicht, der betont, wie sehr es ihm beim englischen Meister gefällt: "Wir befinden uns noch in Verhandlungen, aber ich habe nicht das Gefühl, unter Druck zu stehen. Ich bin sehr glücklich hier, insbesondere wegen der Art zu spielen und der Möglichkeit, das unter Pep zu tun."

Wenn aber nicht bei einem der besten und erfolgreichsten Vereine der Welt, wo will der gebürtige Gelsenkirchener dann unterkommen? Die englische Sun äußerte dazu im Februar eine interessante Vermutung. Demnach sei die wiedererstarkte ​Dortmunder Borussia willens, ihren Ex-Spieler wieder an sich zu binden. Die anonyme Quelle des Boulevard-Blattes konstatierte dabei, Gündogan sei "glücklich hier, aber der BVB holt gerne alte Spieler zurück". Ob ein Rückkauf dem Bundesligisten jedoch bei 40 Millionen Euro, die der Mittelfeldmann dieser Tage wert ist, überhaupt ins finanzielle Konzept passen würde, ist sehr fraglich. 


Weniger problematisch wäre das für Vereine wie den ​FC Barcelona, der nach dem Abgang von Andres Iniesta im letzten Sommer bereits Interesse an den Diensten des deutschen Nationalspielers bekundet hatte. Auch Rivale ​Real Madrid wäre sicher eine Option, die nicht einen Karriere-Rückschritt bedeuten würde. Eine endgültige Entscheidung des 28-Jährigen wird wohl noch ein wenig auf sich warten lassen. Zu lange sollte sich Gündogan jedoch nicht gedulden - sonst nimmt ihm sein Verein womöglich die Entscheidung ab.