Das 0:0 zwischen ​Eintracht Frankfurt und Inter Mailand am vergangenen Donnerstag war ein torloses Remis der spannenden Sorte und brachte einige aufgebrachte Gemüter hervor. Unter anderem SGE-Coach Adi Hütter, der in der zweiten Hälfte auf die Tribüne musste. Gegen die anstehende Sperre wollen die Hessen nun angehen.


Es war ein ​nervenaufreibendes Europa-League-Spiel zwischen Eintracht Frankfurt und Inter Mailand. Während Inter Mailand einen Strafstoß bekam, den Kevin Trapp halten konnte, wurde der Eintracht ein solcher versagt. Weil sich der Trainer der Hessen Adi Hütter über eine aus seiner Sicht Fehlentscheidung zu sehr aufregte und dabei gegen eine Wasserflasche trat, wurde der Übungsleiter vom schottischen Schiedsrichter William Collum auf die Tribüne geschickt.


Das normale Prozedere sieht nach einer solchen Hinausstellung aus dem Innenraum eine automatische Sperre von einem Spiel vor. Zusätzlich droht dem Schweizer Coach noch eine weitere Sperre und/oder Geldbuße. Gegen die Sperre wollen die Hessen nun aber vorgehen, wie die Bild-Zeitung berichtet. Demnach habe Jan Strasheim, Leiter Medien- und Kommunikation bei den Adlern, „nachgefragt, ob es die Möglichkeit gibt, die Sperre zu verhindern“.


Separat wird der Fall sowieso noch am 28. März verhandelt, wo es dann um weitere Sanktionen geht, von denen allerdings nicht auszugehen ist, wie unter anderem die Frankfurter Rundschau bereits erklärte. Ob der Protest allerdings Erfolg haben wird, bzw. ob die UEFA eine solche Möglichkeit, wie die von Strasheim angefragte überhaupt zulässig ist, ist noch nicht beantwortet.


Sollte Hütter gesperrt bleiben, könnte es ein herber Nachteil für die Eintracht beim Rückspiel im altehrwürdigen Giuseppe-Meazza-Stadion bedeuten. Nach dem 0:0 sind zwar noch alle Chancen offen, doch ohne den Chefcoach an der Seitenlinie könnte genau dieses fehlende Puzzleteil am Ende entscheidend sein.