​Am Sonntag gelang dem ​Hamburger SV im Derby gegen den FC St. Pauli ein 4:0-Erfolg. Ein Garant für den Erfolg gegen die Kiezkicker war dabei wieder einmal Leihspieler ​Orel Mangala, der das Zentrum der Rothosen fest im Griff hat. Nach der Saison muss der Youngster jedoch zum ​VfB Stuttgart zurückkehren - auch bei den Schwaben sollte er eine tragende Rolle einnehmen.


Der heute 20-Jährige war im Sommer 2017 an den Neckar gewechselt und sollte bei den Stuttgartern vom damaligen Cheftrainer Hannes Wolf langsam herangeführt werden. Beide hatten zuvor in der U19 von Borussia Dortmund erfolgreich zusammengearbeitet, der vollkommene Durchbruch wollte dem Belgier im Ländle aber dennoch nicht gelingen.

Orel Mangala

Orel Mangala strahlt bereits eine große Ruhe aus



Ein Jahr später entschieden sich die VfB-Verantwortlichen daher dazu, ihrem Schützling mehr Spielpraxis zu gönnen und stimmten dem Leihangebot des Hamburger SV zu. Nicht zum Nachteil des fünffachen belgischen U21-Nationalspielers, spielt Mangala bei den Hanseaten aktuell erneut unter Wolf, der im Oktober 2018 das Traineramt von Christian Titz übernommen hatte. 


Seitdem musste der Shootingstar lediglich aufgrund einer Gelb-Rot-Sperre pausieren und stand ansonsten stets in der Startelf. Durch seine starken Leistungen in der zweiten Liga dürfte er auch die VfB-Bosse längst darin bestärkt haben, den Mittelfeldakteur nach der Leihe definitiv wieder einzufordern. Jegliche Abwerbungsversuche der Hamburger scheinen daher zum Scheitern verurteilt.


Und dies mit gutem Grund, schließlich offenbarte der VfB in der aktuellen Spielzeit ohne Mangala im Mittelfeldzentrum jede Menge Schwächen. Zuletzt zeigten sich zwar Gonzalo Castro und Santiago Ascacibar wieder stark formverbessert, weitere Alternativen für die Zentrale sind aber unabdingbar, möchte man nicht auch im kommenden Jahr wieder in den niederen Gefilden der Bundesliga unterwegs sein.

Holstein Kiel v Hamburger SV - Second Bundesliga

Hannes Wolf gilt als größter Förderer des Youngsters



Ein Pluspunkt für Mangala wäre dabei, dass der defensive Mittelfeldspieler nach einem wahrscheinlichen Aufstieg mit dem HSV nur so vor Selbstvertrauen strotzen dürfte. Darüberhinaus ist selbstverständlich das jugendliche Alter des Mittelfeldakteurs ein echtes Pfund. Kapitän Christian Gentner verlor zuletzt seinen Stammplatz und da dessen Vertrag im Sommer ausläuft, müssen sich die Stuttgarter ernsthafte Gedanken machen, ob sie auch weiterhin auf den Routinier setzten möchten.


Bei Dennis Aogo gestaltet sich die Situation ähnlich. Auch das Arbeitspapier des 32-Jährigen läuft nach der Saison aus. Der gebürtige Karlsruher würde zwar gerne verlängern und auch der Traditionsverein scheint zu Gesprächen bereit - neben Castro, der ebenfalls bereits 31 Jahre alt ist, verkörpert der Ex-Nationalspieler aber nicht gerade eine Aufbruchstimmung.


Falls es Mangala gelingen sollte, seinen Schwung aus der zweiten Liga in die Bundesliga zu übertragen, winkt dem ehrgeizigen Profi bei einer Rückkehr ins Ländle daher gar ein Stammplatz. Mit etwas Sorgen dürfte der Rechtsfuß daher die Bundesligatabelle im Blick haben, schließlich dürfte eine weitere Saison in der zweiten Liga nicht unbedingt seinen Karriereplanungen entsprechen.