​Der ​VfB Stuttgart musste sich am Samstag zwar dem BVB nach aufopferungsvollem Kampf geschlagen geben, ein Aufwärtstrend beim Team von Trainer Markus Weinzierl ist aber unverkennbar. Einen ordentlichen Anteil daran spielten auch die beiden Winter-Neuzugänge ​Alexander Esswein und Steven Zuber. Beide Spieler sind zwar nur ausgeliehen, dennoch besteht Hoffnung auf eine längerfristige Zusammenarbeit.


In der Winterpause bewies der später dennoch entlassene Sportvorstand ​Michael Reschke ein gutes Händchen und lotste mit Steven Zuber einen erfahrenen Spieler an den Neckar. Bei seinem Stammverein TSG 1899 Hoffenheim war der Schweizer in der Hinrunde nur selten die erste Wahl gewesen und sollte daher beim Abstiegskandidaten eifrig Spielpraxis sammeln.

Steven Zuber

Steven Zuber ist ein Gesicht des Stuttgarter Aufschwungs


Bereits nach acht Spieltagen in der Rückrunde lässt sich festhalten, dass dieser Plan komplett aufgegangen ist. So kam der Mittelfeldspieler bislang stets zum Einsatz und war bereits an fünf Toren der Schwaben direkt beteiligt. Da auch die Verantwortlichen der TSG prinzipiell von den Qualitäten des 27-Jährigen überzeugt sind, verwehrten sie den Stuttgartern jedoch eine Kaufoption. Stand jetzt, müsste der Eidgenosse nach Saisonende also wieder in den Kraichgau zurückkehren.


Da der Rechtsfuß beim VfB derzeit aber derart aufblüht und mit seiner verantwortungsvollen Rolle beim Traditionsverein sehr zufrieden scheint, dürfte er selbst einem Verbleib im Ländle nicht abgeneigt gegenüberstehen. Im Falle eines Abstiegs wäre der offensivstarke Mittelfeldaktuer aber wohl definitiv nicht zu halten. 


Gelingt den Stuttgartern aber der Klassenerhalt, besteht Hoffnung, schließlich wechselt TSG-Coach Julian Nagelsmann nach der Saison nach Leipzig. Je nachdem welcher Übungsleiter in Sinsheim das Kommando übernimmt, könnten die Stuttgarter also wieder Chancen haben, in einer zweiten Verhandlungsrunde einen festen Wechsel zu bewerkstelligen.

Alexander Esswein

Alexander Esswein zeigt immer vollen Einsatz


Unkomplizierter ist hingegen offenbar die Lage bei Alexander Esswein. Der Angreifer wechselte ebenfalls im Winter auf Leihbasis nach Stuttgart. Im Gegensatz zum Fall Zuber, konnten sich die VfB-Verantwortlichen bei dem Deal mit Hertha BSC laut BILD-Informationen jedoch eine Kaufoption sichern. Diese soll bei rund einer Million Euro liegen, aber auch von der Anzahl der Einsätze in der Rückrunde abhängen.


Der 28-Jährige, der bereits zuvor beim FC Augsburg erfolgreich mit Weinzierl zusammengearbeitet hatte, wusste bislang ebenfalls zu überzeugen. So war er zwar noch an keinem Treffer direkt beteiligt, zeigte aber jede Menge Einsatz und brachte bislang auch die nötige Aggressivität für den Abstiegskampf mit. Beim Hauptstadtklub plant man ohnehin längst ohne den Deutschen und daher dürfte seine Zukunft , selbst bei einem Abstieg, in der baden-württembergischen Landeshauptstadt liegen.