Gelsenkirchen. Etwas ratlos blickte Domenico Tedesco am Freitagabend nach dem Spiel bei den Bremern aus den Augen. Die Schalker verloren mit 2:4 in Bremen und stagnieren weiterhin in der unteren Tabellenregion. Nur gut, dass jegliche Konkurrenten, welche unter den Blau-Weißen stehen, ebenfalls nicht punkten. 


Erklären kann Tedesco das aktuelle Tief der Schalker nicht. Dass der Verein sich jedoch von der durchaus überzeugenden ersten Hälfte bei den Bremern nichts kaufen kann, leuchtet ihm auch ein. Am kommenden Dienstag müssen die Knappen beim Titelfavoriten in England ran. Manchester City und Leroy Sané erledigten ihre Pflichtaufgabe zuhause gegen Watford ohne Glanz und schonten sich bereits für das Achtelfinalrückspiel der Champions League. 


Dass sich die ​Schalker im Allgemeinen nicht viel für das kommende Rückspiel in der Champions League bei Manchester City ausrechnen, versteht sich von selbst. Dennoch wird mit einer weiteren Niederlage noch mehr Druck auf den vorbelasteten Trainer Tedesco einprasseln. Wie lange Tedesco und die Schalker Führung das Spiel noch mitmachen, ist ungewiss. Wird der Schalker Chefcoach in der Champions League nicht weiterkommen und am kommenden Sonnabend zuhause gegen Leipzig verlieren, wird es ganz düster über Gelsenkirchen. Dann werden die Schalker Verantwortlichen Clemens Tönnies und Jochen Schneider eine Lösung präsentieren müssen. 


Auch denkbar ist, dass eine Ablösung für Tedesco nach dem Heimspiel gegen Leipzig schon jetzt geplant ist. Dann wird das neue Trainergespann dank der Länderspielpause zwei Wochen für das Einspielen und Kennenlernen der Mannschaft zur Verfügung haben. Ein weiterer Punkt spricht für die geplante Ablösung: Die Schalker Chefetage möchte einem neuen Trainer kein schweres Programm zum Start bieten. Das wäre mit Manchester City und RB Leipzig allerdings der Fall. 


Dass die Schalker nicht einverstanden mit der aktuellen Spielart und Tabellenposition sind, versteht sich von selbst. Für den Augenblick müsste ein Motivator ala Marc Wilmots oder Mike Büskens her. Auch Huub Stevens hat bereits mehrmals bewiesen, dass er den Abstiegskampf beherrscht. Es bleibt abzuwarten, was nach dem kommenden Wochenende passiert.


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