Mit Ante Rebic, Luka Jovic und Sébastien Haller besitzt Eintracht Frankfurt ein Angriffstrio der Superlative. Sport-Vorstand Fredi Bobic wollte am Sonntagmorgen im Sport1-Doppelpass besonders Haller hervorheben und erklärte, was die erfolgreiche Transferstrategie des Vereins ausmacht.


Bereits in seinem ersten Jahr am Main wusste Haller, der für sieben Millionen Euro vom FC Utrecht verpflichtet wurde, zu überzeugen. Der Franzose traf in seinen ersten elf Bundesligaspielen fünf Mal, hatte in der Folge allerdings mit Leistungsschwankungen zu kämpfen. In der laufenden Spielzeit trifft er häufiger, steht derzeit bei zwölf Toren in der Bundesliga, sticht allerdings auch mit seinen neun Torvorlagen hervor.


Neben Knipser Luka Jovic und Ante Rebic wirkt Haller, der beim 3:2 über die ​TSG Hoffenheim in der Vorwoche den späten Ausgleich erzielte und in der Nachspielzeit das Siegtor von Goncalo Paciencia auflegte, als Allrounder, der mehr als nur ein reiner Stürmer ist. Der 24-Jährige spielt variabel, ist dabei stets mannschaftsdienlich und bekam von Sport-Vorstand Fredi Bobic ein großes Lob ausgesprochen: "Er ist derzeit der wichtigste Spieler für die Mannschaft. Seb ist nicht nur in einer Disziplin Weltklasse, sondern in vielen Bereichen Topklasse - das macht ihn so wertvoll."

​Im buntgemischten Kader der Frankfurter Eintracht ist Haller jedoch nur einer der vielen Spieler, die aufgrund ihrer Leistungen herausstechen. Gemeinsam mit Sportdirektor Bruno Hübner hat Bobic den Kader in den vergangenen Jahren qualitativ und quantitativ stark aufgestellt, nach der Relegation vor knapp drei Jahren gilt die Mannschaft auch in dieser Saison als Anwärter auf einen Europapokalplatz.


Wie Bobic erklärt, stehe neben der Qualität auch die Mentalität bei der Spielersuche im Vordergrund. Es gehe um Spieler, "die hungrig sind", zudem wolle man stets nach Akteuren suchen, die zur Eintracht und zur Stadt Frankfurt passen. 


"Sie müssen unheimliche Mentalität besitzen. Wir müssen Spieler entwickeln, da stehen wir gerade und da versuchen wir uns jedes Jahr, sukzessive zu steigern", so der Sport-Vorstand, der gezielt Spieler verpflichten will, die bei ihren bisherigen Vereinen trotz des vorhandenen Potenzials keinen Durchbruch erlebt haben. Doch im Sommer dürfen die Fans möglicherweise mit einem größeren Transfer rechnen, wie Bobic ankündigte: "Jetzt sind wir in einer Situation, in der wir uns qualitativ das ein oder andere leisten werden."