Im Zweitligaspiel zwischen dem FC Ingolstadt und ​Union Berlin sah der israelische Nationalspieler Almog Cohen nach einer Tätlichkeit zurecht die rote Karte. Anschließend wurde der Ingolstädter auf Twitter mit heftigen, antisemitischen Kommentaren beschimpft. Die beiden Vereine verständigten sich darauf, gegen den Nutzer vorzugehen.


In dem Tweet, der mittlerweile gelöscht wurde, ging ein Twitter-Nutzer auf Almog Cohen los. "Ab in die Kammer mit dir", schrieb der Nutzer. Und: "Scheiss Judenvieh". Ingolstadts Twitter-Account reagierte prompt und forderte Union zur Unterstützung auf: "Einen tollen Fan habt ihr da (...) Nicht falsch verstehen, liebe Unioner, wir scheren hier keineswegs alle über einen Kamm, aber so jemand hat in euerm Verein oder in unserer Gesellschaft nichts verloren. Wir arbeiten an Konsequenzen und hoffen auf eure Unterstützung."

Die Unterstützung ließ nicht lange auf sich warten: "Keine Sorge, wir sind absolut eurer Meinung und haben hier umgehend die Polizei eingeschaltet", antworteten die Hauptstädter. Wenige Stunden später unterrichtete der FCI über erste Erfolge: "Ermittlungen sind eingeleitet und der Staatsschutz aktiv."


Rassismus und Fremdenfeindlichkeit sind in den Stadien und Internetforen im Fußball leider immer noch ein großes Thema. Union Berlin und Ingolstadt machen vor, wie man künftig dagegen vorgehen muss: entschlossen und entschieden.