Der Traumstart des 1. FC Magdeburg ins Fußballjahr 2019 mit elf Punkten aus den ersten fünf Spielen hat am vergangenen Wochenende einen ersten Dämpfer erhalten. Im Kellerduell beim MSV Duisburg kassierte der FCM nicht nur eine späte Niederlage (0:1), sondern musste auch den verletzungsbedingten Ausfall von Kapitän Christian Beck verkraften. Der Leistungsträger zog sich eine schwere Gesichtsverletzung zu und wird der Mannschaft mehrere Wochen fehlen. Ob er in dieser Spielzeit noch einmal spielen wird, ist unklar. Vor dem richtungsweisenden Abstiegsgipfel gegen den SV Sandhausen hat der Aufsteiger mit Personalproblemen zu Kämpfen. Cheftrainer Oenning muss improvisieren.


Michael Oenning ist in diesen Tagen nicht zu beneiden. ​Die Verletzung von Torjäger Christian Beck wiegt schwer. Der Stürmer erzielte in dieser Saison acht Tore und stand ligaübergreifend in den letzten 83 Spielen auf dem Platz. Der Publikumsliebling ist "nicht zu ersetzen", betonte Oenning auf der Pressekonferenz vor dem Spiel. Der gelernte Stürmer Marius Bülter, zuletzt jedoch in der Abwehrkette eingesetzt, dürfte Becks Rolle im Sturmzentrum übernehmen. 


Außerdem müssen die ​Magdeburger auf Felix Lohkemper verzichten. Er hat einen grippalen Infekt. Der Einsatz von Rico Preißinger und Jan Kirchhoff ist fraglich. Beide konnten am Freitag mit "leichten Problemen" ebenfalls nicht am Mannschaftstraining teilnehmen. Trotz der Personalprobleme gibt sich Oenning kämpferisch: "Es ist ein unglaublich wichtiges Spiel für uns, wir können eine Menge gewinnen."


Wie gegen die Duisburger, die auf Rang 16 nur zwei Punkte weniger haben als der FCM auf Platz 15, kann Oenning mit seiner Mannschaft aber auch viel verlieren. Sandhausen muss die Partie praktisch gewinnen, um die Hoffnung auf einen Verbleib in der 2. Bundesliga zu erhalten. Bei einer Niederlage läge das Schlusslicht acht Punkte hinter Magdeburg. Nach der deutlichen 0:3-Niederlage gegen den FC Erzgebirge Aue am vergangenen Spieltag belegt der SV Sandhausen den letzten Tabellenplatz. Um den Anschluss an die vorderen Plätze nicht komplett zu verlieren, muss gegen den 1. FC Magdeburg am Sonntag (10. März/ 13:30 Uhr) dringend ein Erfolgserlebnis her.