Sandro Wagner ist dafür bekannt, klare Kante zu beziehen. So trat der ehemalige ​Bayern-Angreifer seinerseits vor wenigen Monaten aus der Nationalmannschaft zurück. Auch zu der Ausbootung seiner ehemaligen Teamkollegen ​Thomas Müller, Jerome Boateng und ​Mats Hummels hat der Angreifer eine klare Meinung. Dabei rechnet er mit einer Trotz-Reaktion der Weltmeister von 2014.​


Vor wenigen Tagen hatte Bundestrainer Joachim Löw das Nationalmannschafts-Aus der drei verdienten Spieler verkündet. Viele Experten reagierten überrascht und warfen dem Bundestrainer Joachim Löw schlechten Stil vor. Auch die betroffenen Spieler meldeten sich bereits zu Wort und zeigten wenig Verständnis. 


Auf Nachfrage der BILD gab nun auch Sandro Wagner, der ab diesem Winter für den chinesischen Klub Tianjin Teda auf Torejagd geht, ein Statement ab.

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Sandro Wagner (rechts) kann sich gut in seine Ex-Kollegen hineinversetzen 



"Es tut mir leid für die Jungs. Alle drei sind super Spieler, Weltmeister und tolle Menschen – jeder auf seine Art!", so der gebürtige Münchner. Der Offensivspieler versuchte im gleichen Atemzug jedoch auch positive Effekte für die Bayern auszumachen. "Für die Saison der Bayern wird das sogar positiv sein. Mats, Jérôme und Thomas werden jetzt allen zeigen wollen, dass sie immer noch absolutes Top-Niveau haben. Zudem bestärkt diese Geschichte noch mal das Mia san Mia im gesamten Verein", so der 1,94-Meter-Schlaks.


Insbesondere angesichts des enorm wichtigen Rückspiels in der Champions League gegen den FC Liverpool könnte die Löw-Entscheidung nach Ansicht des Mittelstürmers bei seinen Ex-Kollegen eine Extra-Motivation hervorrufen: "Mit dieser Wut und dem Jetzt-erst-recht-Gefühl werden die Jungs Liverpool bei uns in München weghauen. Und Meister werden wir Bayern sowieso."


Zuvor hatte bereits Bayern-Coach Niko Kovac in eine ähnliche Kerbe geschlagen. Auch der kroatische Fußballlehrer zeigte sich von der Standfestigkeit seiner Schützlinge überzeugt. "Die Jungs sind nach der Enttäuschung im Kopf total klar. Sie wissen, was sie machen müssen. Ich bin überzeugt, dass sie mit Leistung vorangehen werden", so der 47-Jährige.