​​Eintracht Frankfurt und ​Inter Mailand haben sich am Donnerstagabend im Achtelfinal-Hinspiel mit einem torlosen Remis getrennt. Während die Nerazzurri in der ersten Halbzeit spielbestimmend waren, übernahm die Mannschaft von Cheftrainer Adi Hütter nach Wiederanpfiff die Initiative. Mit dem 0:0 hat sich die SGE vor einer erneut ​atemberaubenden Atmosphäre eine gute Ausgangslage für das Rückspiel in Mailand verschafft.


"Ich bin nicht unzufrieden. Die Ausgangsposition, kein Gegentor zu kassieren, haben wir erreicht", wird Hütter auf der vereinseigenen Homepage zitiert. "In der ersten Halbzeit war Inter die bessere Mannschaft, wir zu mutlos und nicht kompakt genug. Deswegen sind wir unter Druck gekommen." Den Hessen war in Durchgang eins eine gewisse Nervosität anzumerken. Die erfahrenen Gäste aus Mailand hingegen ließen Ball und Gegner geschickt laufen, waren im letzten Drittel allerdings oftmals nicht zwingend genug. 

Nach gut 20 Spielminuten konnte sich die Hütter-Elf bei Schlussmann Kevin Trapp bedanken, der einen Elfmeter von Marcelo Brozovic stark parierte (22.). ​Luka Jovic (30.) auf der einen und Matias Vecino (40.) auf der anderen Seite verpassten es, ihre Mannschaft in Führung zu bringen, weshalb es mit einem 0:0 in die Pause ging. "In der zweiten Halbzeit waren wir deutlich verbessert, haben etwas umgestellt und waren mutiger. Damit war ich zufrieden", betonte Hütter. "Der Elfmeter hat mich gestört, weil wir dann auch in der zweiten Halbzeit einen erhalten müssen."

53 Minuten waren gespielt, als Sebastien Haller nach einem Zweikampf mit Danilo d'Ambrosio im Strafraum zu Boden ging. Zum großen Entsetzen der Frankfurter blieb die Pfeife des Unparteiischen dieses Mal stumm. Hütter kickte aus Frust eine Trinkflasche weg, wofür er auf die Tribüne verbannt wurde. "Die Art und Weise meiner Reaktion tut mir Leid", entschuldigte sich der Österreicher nach der Partie. 


Die SGE erspielte sich in den letzten 20 Minuten einige Torchancen, die jedoch allesamt ungenutzt blieben. Die beste Möglichkeit hatte Martin Hinteregger, der nach einer Flanke von Filip Kostic aus sechs Metern unbedrängt am Tor vorbei köpfte (70.). 

"Trotz alledem hat die Mannschaft gezeigt, dass sie anders auftreten kann als in der ersten Halbzeit", resümierte der 49-jährige Übungsleiter. "Gegen eine solche Mannschaft im zehnten Spiel ungeschlagen zu bleiben, ist ebenso bemerkenswert. Trotzdem ist es schade, dass wir nicht gewinnen konnten." Aufgrund der zweiten Halbzeit "gehen wir mit einem guten Gefühl ins Rückspiel", sagte Hinteregger, der sich über seine ausgelassene Torchance ärgerte: "Ein Tor muss ich machen, keine Frage. In einem Moment war ich zu überrascht, hatte zwei Gedanken auf einmal."

Inter-Coach Luciano Spalletti war mit dem Auftritt seiner Mannschaft weitestgehend zufrieden. "In der zweiten Hälfte hatten wir gegen eine starke Eintracht große Probleme", gab der 60-Jährige zu Protokoll. "Dennoch war es in meinen Augen insgesamt eine überzeugende Leistung meiner Mannschaft. Wir haben Teamgeist bewiesen", erklärte der Italiener. "Die heutige Partie hat gezeigt, dass die Chancen aufs Weiterkommen bei 50:50 liegen." Das Rückspiel "wird interessant", betonte Trapp. "Wir spielen auf Sieg, alles andere können und wollen wir nicht."

Wann findet das Rückspiel statt?

Das Rückspiel geht am kommenden Donnerstag im Mailänder Giuseppe-Meazza-Stadion über die Bühne. Anpfiff ist um 21 Uhr.


Wer überträgt die Partie?

Neben dem Streamingdienst DAZN zeigt auch RTL Nitro die Begegnung.


Wer fehlt gesperrt?

Hütter muss in Mailand definitiv auf Gelson Fernandes verzichten. Der 32-Jährige kassierte seine dritte Gelbe Karte und fehlt gesperrt. Bei Inter trifft dies auf Kwadwo Asamoah und Lautaro Martinez zu.

Pressestimmen

  • "Eintracht Frankfurt schafft nur ein Remis gegen Inter Mailand" - Die Zeit


  • "Trapp rettet Eintracht Frankfurt Remis gegen Inter Mailand" - Stern


  • "Bei Europa-Gala gegen Inter Mailand fehlt Eintracht Frankfurt das Tor" - FAZ


  • "Rasantes Remis in Frankfurt" - kicker


  • "Eintracht Frankfurt - Inter Mailand 0:0 - Trapp hält SGE im Euro-Rennen" - Bild