Der ​VfB Stuttgart zeigte sich in den letzten Wochen stark formverbessert und feierte am vergangenen Wochenende einen wichtigen Sieg gegen Hannover 96. Verzichten musste Trainer ​Markus Weinzierl dabei erneut auf den verletzten Mittelfeldspieler ​Dennis Aogo, dessen Vertrag im Sommer ausläuft. Obwohl dem Routinier angeblich mehrere Angebote vorliegen, pocht er auf einen Verbleib in Stuttgart.​


Der 32-Jährige war im Sommer 2017 vom FC Schalke 04 an den Neckar gewechselt und kam bereits in seiner ersten Spielzeit auf 29 Einsätze. In dieser Saison wurde der ehemalige deutsche Nationalspieler zumeist im defensiven Mittelfeld eingesetzt und konnte dabei auch seinen neuen Coach Markus Weinzierl überzeugen. In der Rückrunde wurde der gebürtige Karlsruher jedoch von Wadenproblemen ausgebremst und musste den Aufschwung des VfB von der Tribüne aus verfolgen.


Den Kantersieg gegen Hannover erlebte Aogo aber zumindest wieder auf der Ersatzbank - er könnte in den kommenden Wochen noch wichtig werden. Nach der Saison läuft das aktuelle Arbeitspapier des defensiven Mittelfeldspieler jedoch aus, angesichts der prekären Tabellensituation des Traditionsvereins wurden Gespräche über eine Vertragsverlängerung vorerst auf Eis gelegt.


Da der erfahrene Bundesligaspieler - Stand jetzt - im kommenden Sommer ablösefrei zu haben ist, haben sich dem Vernehmen nach bereits mehrere Interessenten in Stellung gebracht. Laut Informationen des Sportbuzzer soll neben englischen Vereinen auch ein Klub aus der chinesischen Super League Interesse bekundet haben. Auf Nachfrage räumte der Aogo nun auch ein, dass es "immer mal Anfragen" gebe, "gerade wenn man im Sommer vertragslos ist".

Markus Weinzierl,Dennis Aogo

Auch Markus Weinzierl hält große Stücke auf Dennis Aogo



Im gleichen Atemzug unterstrich der Familienmensch jedoch, dass er seine Zukunft in Deutschland sieht. "Unser primäres Ziel ist, in Deutschland zu bleiben, am liebsten natürlich beim VfB. Ich bin auf jeden Fall sicher, noch zwei, drei Jahre auf hohem Niveau meine Leistung bringen zu können", so Aogo.


Zuletzt präsentierte sich die Mittelfeldzentrale der Stuttgarter zwar auch in Abwesenheit des ehemaligen Schalkers sattelfest, ein Spieler mit dem Erfahrungsschatz von bislang 252 Bundesligaspielen würde den Schwaben aber wohl auch in Zukunft gut zu Gesicht stehen. Die Erfahrungen der letzten Jahre dürften die VfB-Verantwortlichen jedoch dazu veranlassen, dem reifen Profi keinen langfristigen Vertrag anzubieten.