Nachdem Hannover-Präsident Martin Kind deutliche Worte in Richtung der Mannschaft richtete und diese stark kritisierte, konterte Manager Horst Heldt den Angriff des Unternehmers. Das Verhältnis der 96-Bosse scheint zerrüttet.


„Die aktuelle Mannschaft ist kaputt, schlecht zusammengestellt und gescheitert. Und das bei der teuersten Mannschaft, die wir je hatten"; schimpfte Kind gegenüber dem Sportbuzzer über Hannovers Truppe. Momentan belegen die Niedersachsen, nach der 5:1-Niederlage gegen den direkten Konkurrenten aus Stuttgart, den 17. Tabellenplatz. Fünf Punkte Rückstand sind es aktuell auf den Relegationsplatz, sieben Zähler sogar auf das rettende Ufer.


Trotzdem wies Manager Horst Heldt die Kritik des 74-Jährigen ab und verurteilte den Moment der Aussage stark. „Zehn Spieltage vor Schluss ist mit Sicherheit nicht der richtige Zeitpunkt, sowas zu diskutieren. Wenn, dann halte ich es für sinnvoll, dass intern zu besprechen. Dem Präsidenten steht Kritik zu, dass muss man akzeptieren", erklärte der aufgebrachte Manager. Kind hatte sich auch schon zu Planungen bezüglich eines Wiederaufstiegs geäußert, falls der wahrscheinliche Fall des Abstiegs eintreffen sollte. "Ich halte den Zeitpunkt für nicht angebracht, zehn Spieltage vor Schluss das zu planen.“


Das sowieso schon oft als angespannt gesehene Verhältnis der Führungsetage in Hannover, scheint einen weiteren Knacks zu erleben. Auch die Selbstkritik, die Kind am Tag nach dem massiven Angriff auf das Team übte, schien Heldt nicht zu beruhigen. "Ich habe auch einen großen Anteil an den Fehlern, die sich nun in unserer Platzierung widerspiegeln. Wir haben uns zu selten strategisch positioniert. Es waren immer operative Entscheidungen, wenn es um Sportdirektoren oder Trainer ging. Wir müssen aber in Zukunft alle Dinge professioneller und strukturierter angehen", äußerte sich der Präsident dem kicker gegenüber.