​Der ​1. FC Nürnberg musste sich auch am vergangenen Wochenende im Spiel gegen RB Leipzig mit 0:1 geschlagen geben und hat weiterhin die rote Laterne der Bundesliga inne. Der Abstand zum Relegationsplatz beträgt mittlerweile bereits sechs Zähler und daher gilt es, sich auch auf die zweite Liga vorzubereiten. Problem nur, dass die Franken derzeit keinen Sportvorstand haben. Ein Kandidat soll ​Dietmar Beiersdorfer sein.


Zuletzt kursierten bereits viele Namen in Nürnberg. Die Klub-Bosse zögern aber weiterhin eine Entscheidung zu treffen und so gab auch der Vorsitzende des Aufsichtsrats, Dr. Thomas Grethlein, unlängst gegenüber dem kicker zu Protokoll, dass man sich in einem laufenden Prozess befände, der sich "auf einem guten Weg" befindet. 


Zu konkreten Namen wollte sich der erfahrene Funktionär dabei aber nicht äußern. Dem Vernehmen nach sollen sich die Klub-Bosse dabei aber auch mit Dietmar Beiersdorfer beschäftigen.

Andreas Bornemann

Ex-Vorstand ​Andreas Bornemann wurde am 11. Februar entlassen



Der heute 55-Jährige hatte sich von 2002 bis 2009 beim ​Hamburger SV einen guten Ruf erarbeitet und war später als Head of Global Soccer für die verschiedenen Klubs der Red Bull GmbH verantwortlich. Deutlich in Mitleidenschaft wurde sein Ruf jedoch bei seiner zweiten Amtszeit beim HSV gezogen. In dem kurzen Gastspiel von Juli 2014 bis Ende Dezember 2016 investierte der Vorstandsvorsitzende Unsummen, ohne dabei sportliche Erfolge vorweisen zu können.


Da das Hamburger Umfeld aber nicht wirklich mit dem im Vergleich beschaulichen Nürnberg zu vergleichen ist, könnte der erfahrene Fußballfachmann beim Club eine Chance erhalten, seinen Ruf wieder aufzupolieren. Der diplomierte BWL'ler wäre dabei jedoch gleich an mehreren Fronten gefordert, schließlich gilt es unter anderem auch das Nachwuchsleistungszentrum wieder auf Vordermann zu bringen. Ob diese Mammutaufgabe für Beiersdorfer tatsächlich eine reizvolle Mission wäre, gilt es nun abzuwarten. Allzu viel Bedenkzeit dürfte der Ex-Profi dabei angesichts der prekären Situation in Nürnberg nicht erhalten.