Nachdem es offensichtliche Differenzen in der Führungsetage des 1. FC Köln gegeben hatte, wollten sich die FC-Bosse am vergangenen Dienstag zu einer Krisensitzung treffen, doch Präsident Spinner erschien nicht.


"Die neun Punkte sind wichtig für den Klub, für den Trainer, für die Mannschaft. Trotzdem gibt es für mich ein Problem innerhalb des Vereins. Das hat mit Vertrauen zu tun. Und wenn es einen Vertrauensverlust gibt, dann kann man den bei mir nicht mehr reparieren. Zumindest nicht so einen", wird Armin Veh nach dem 2:1-Sieg gegen Ingolstadt am Wochenende zitiert. 


"Ich gratuliere der Mannschaft, ich gratuliere dem Trainerteam und ich freue mich für die Fans über die neun Punkte. Bei allem anderen wird es irgendwann Konsequenzen geben. Ich weiß aber noch nicht, was es für Konsequenzen geben wird." Zwar wurde kein Adressat genannt, doch es war relativ klar, dass Veh Präsident Spinner angreifen wollte. Das brachte die sowieso schon kriselnde Stimmung in der Vereinsspitze zum Überkochen.

Armin Veh

Armin Veh ist nicht gut auf Präsident Werner Spinner zu sprechen



Am Dienstagnachmittag erschien zunächst Veh um 15 Uhr in seinem Büro, 15 Minuten später tauchte der erste Vizepräsident Markus Ritterbach auf und nochmal 20 Minuten später betrat der zweite Vizepräsident Toni Schumacher das Vereinsgelände des 1. FC Köln. Nur einer erschien nicht: Präsident Werner Spinner. Eventuell hatte er sich zuvor mit Schumacher getroffen, um diesem seinen Standpunkt mitzuteilen, doch persönlich nahm er nicht an dem Krisengipfel teil. Als der GEISSBLOG.KOELN den 70-Jährigen telefonisch erreichte, gab dieser keine Auskunft über sein Fernbleiben. Lediglich Ritterbach äußerte sich zu dem Geschehen: "Wir werden alles tun, um den Aufstieg nicht zu gefährden."


Auslöser war der Präsident selbst


Der Auslöser des Streits ereignete sich vor ein paar Wochen. Nach der 2:3-Niederlage der ​Kölner gegen Paderborn gab sich der Präsident äußerst kritisch gegenüber Veh. Damals warf er dem Geschäftsführer Fehlmanagement und mangelnde Unterstützung gegenüber dem Trainer vor. Damit begann die Fehde, bei der momentan noch kein Ende zu sehen ist. Der Machtkampf in Köln ist nach der verkorksten Krisensitzung in vollem Gange.