​Der ​1. FC Köln hat am Sonntag die Tabellenführung untermauert. In Ingolstadt setzte sich die Mannschaft von ​Cheftrainer Markus Anfang mit 2:1 durch. Der Absteiger feierte damit den dritten Sieg in Folge und hat die Rückkehr ins deutsche Fußball-Oberhaus weiterhin fest im Blick. Hinter den Kulissen liegt beim FC jedoch einiges im Argen. 


Nach dem Auswärtssieg in Ingolstadt zeigte sich ​Sportchef Armin Veh mit den jüngsten Auftritten zufrieden. "Wenn man in einer englischen Woche neun Punkte holt, dann habe ich nichts zu meckern", wird der 58-Jährige vom kicker zitiert. "Es freut mich für den Klub, die Trainer und die Mannschaft." 


Nach den lobenden Worten sprach der Funktionär offen interne Differenzen an. "Es gibt immer noch ein Problem innerhalb des Vereins, das hat was mit Vertrauen zu tun. Und das ist irreparabel", stellte Veh klar. 

Werner Spinner

Seit April 2012 FC-Präsident: Werner Spinner



Der gebürtige Augsburger ging nicht weiter ins Detail. Wie unter anderem der Express berichtet, soll es um das Verhältnis zu Präsident Werner Spinner gehen. "Wenn es einen Vertrauensverlust gibt, dann kann man den bei mir nicht mehr reparieren. Zumindest nicht so einen", führte der Sportchef weiter aus. Dem Kölner Boulevardblatt zufolge soll sich Spinner negativ über Veh und dessen Verhalten nach dem schwachen Rückrundenstart geäußert haben. Demnach hätte sich der Präsident von Veh mehr Rückendeckung für Übungsleiter Anfang gewünscht. 


"Ich weiß nicht, was das für Konsequenzen hat. Aber irgendwann gibt es welche", betonte Veh, der sich auch über den mangelnden Zusammenhalt innerhalb des Vereins beklagt haben soll. Ein Rücktritt des Sportchefs scheint durchaus im Bereich des Möglichen zu sein. Spinner wollte sich zu dieser Thematik bislang nicht äußern, soll jedoch ein Gespräch mit Veh angekündigt haben. Dem Vernehmen nach hat der 70-jährige Präsident zuletzt nicht nur bei den Verantwortlichen, sondern auch bei den Fans Kredit verspielt.