​Der ​VfL Wolfsburg zählt zweifelsohne zu den größten Überraschungen der Saison. Nachdem die Niedersachsen den Klassenerhalt im vergangenen Jahr buchstäblich auf den letzten Drücker geschafft haben, finden sie sich derzeit im oberen Tabellendrittel wieder. In den kommenden Wochen wird sich zeigen, ob es für ​Cheftrainer Bruno Labbadia und seine Mannschaft zu einem internationalen Startplatz reicht.


Am vergangenen Spieltag ließen die Wölfe mit einem 3:0-Auswärtssieg in Mönchengladbach aufhorchen. Das klare Ergebnis täuscht allerdings etwas über den Spielverlauf hinweg. Die ​Borussia hatte über die gesamte Dauer mehr von der Partie, verpasste es allerdings, aus dem klaren Chancenplus Kapital zu schlagen. Wolfsburg hingegen zeigte sich gnadenlos effektiv und erzielte aus wenigen Möglichkeiten drei Treffer. 


Die Labbadia-Elf blieb zudem zum achten Mal in dieser Saison ohne Gegentreffer. Die defensive Stabilität ist sicherlich auch ein Grund dafür, warum man in Wolfsburg vom internationalen Geschäft träumen darf. Die drei Neuzugänge Daniel Ginczek, Wout Weghorst und ​Jerome Roussillon haben ebenfalls einen nicht unerheblichen Anteil am Aufschwung der Wölfe, die sich dank der jüngsten Erfolge auf Platz fünf verbessert haben. 

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Sitzt seit rund einem Jahr auf der Trainerbank: Bruno Labbadia


In den anstehenden Partien müssen die Niedersachsen beweisen, dass sie ein ernster Anwärter auf die internationalen Startplätze sind. Am Wochenende ist Wolfsburg zunächst vor heimischem Publikum gegen den ​SV Werder Bremen gefordert. Die Grün-Weißen haben die Qualifikation für Europa als Saisonziel ausgegeben. Mit einem Sieg würden die Wölfe einen Konkurrenten auf neun Punkte distanzieren. Im März warten zudem mit den beiden Auswärtsspielen in München und Dortmund zwei undankbare Aufgaben. 


Das Heimspiel gegen ​Fortuna Düsseldorf sollte gewonnen werden. Im April stehen unter anderem die richtungsweisenden Duelle mit ​Eintracht Frankfurt und der ​TSG 1899 Hoffenheim auf dem Programm. Beide Mannschaften wollen ins internationale Geschäft. Sollte Wolfsburg diese Begegnungen erfolgreich gestalten können, fallen die Chancen für eine Rückkehr auf die internationale Bühne recht gut aus, zumal an den letzten drei Spieltagen mit den Teams aus Nürnberg, Stuttgart und Augsburg vermeintlich leichte Gegner warten - für die es allerdings im Abstiegskampf um die Existenz geht.