​Der ​FC Augsburg steckt seit Monaten im Abstiegskampf fest. Neben der sportlichen Misere bereitete den Verantwortlichen in den letzten Wochen auch die eine oder andere Personalie Kopfzerbrechen. Geschäftsführer Stefan Reuter gab dabei nicht immer die beste Figur ab. Der Weltmeister von 1990 muss sich unter Umständen auch Sorgen um seinen eigenen Job machen. 


Die Suspendierung von ​Martin Hinteregger, das erneute Urlaubs-Theater um ​Caiuby und die Torwartfrage sorgten in diesem Jahr für reichlich Unruhe, was in der aktuellen sportlichen Situation nicht wirklich hilfreich ist. Nach der jüngsten 1:5-Niederlage in Freiburg kamen zudem Diskussionen um Cheftrainer Manuel Baum auf.


Reuter stellte sich Anfang der Woche ​demonstrativ vor den Übungsleiter. "Wir halten in jedem Fall an Manuel Baum fest und wollen diese Diskussion überhaupt nicht", betonte der 52-Jährige, dessen eigene Zukunft möglicherweise vom Klassenerhalt abhängt. 

Martin Hinteregger

Wechselte auf Leihbasis nach Frankfurt: Martin Hinteregger



Bei den bayerischen Schwaben steht der Sportchef noch bis 2020 unter Vertrag. Laut kicker-Informationen ist es unwahrscheinlich, dass Reuter ohne Verlängerung in die kommenden Spielzeit geht. Sollten die bayerischen Schwaben die Klasse nicht halten, könnte es im Sommer zur Trennung kommen. Dem Vernehmen nach hat Reuter mit seinen jüngsten Personalentscheidungen auch bei den Fans Kredit verspielt. Besonders der Abgang von Hinteregger zu ​Eintracht Frankfurt rief bei einigen Anhängern Unverständnis hervor. 


Dass man für den Österreicher keinen adäquaten Ersatz verpflichtet hat, muss sich der Geschäftsführer ebenfalls ankreiden lassen. Mit ​Reece Oxford wurde zwar ein neuer Innenverteidiger verpflichtet, der allerdings in der Hinrunde bei West Ham United nur in der zweiten Mannschaft zum Einsatz kam. Der 20-Jährige wusste bislang nicht wirklich zu überzeugen und machte am vergangenen Spieltag mit einer Roten Karte negativ auf sich aufmerksam.