Mit dem neuen Sportvorstand Jochen Schneider ist ein Nachfolger für Christian Heidel beim ​FC Schalke 04 gefunden worden. Doch es gibt noch weitere Überlegungen, das Personal umzubauen und weitere Akteure ins Team zu holen. Ein möglicher Kandidat soll der ehemalige Spieler Gerald Asamoah sein, wie die WAZ berichtet.


Was mit viel Getöse und einer Menge Vorschusslorbeeren im Sommer 2016 anfing, geht nun nach einer Saison voller Missverständnisse endgültig in die Brüche. Der aktuelle Manager Christian Heidel wird im Sommer ein Jahr vor Vertragsende bereits seinen Hut nehmen und durch Jochen Schneider ersetzt. Schneider war zuletzt beim Red-Bull-Konzern als Funktionär, genauer als „Coordinator Sport Global Soccer“ der Red Bull GmbH, tätig. Von Juli 2017 bis Ende Februar 2019 war er unter dem Sportdirektor Ralf Rangnick Leiter Sport bei RB Leipzig.


Schneider soll auf Schalke ab Sommer ein Sportdirektor bzw. Kaderplaner zur Seite gestellt werden. Zunächst schien Jonas Boldt, der zuvor bei ​Bayer Leverkusen in dieser Funktion tätig war, Favorit auf die Stelle, doch Sky konnte das Gerücht bereits dementieren. Jedoch gibt es weitere Überlegung, denn wie die WAZ schreibt, könnte man das Dortmunder Modell übernehmen. Dort sitzt mit Sebastian Kehl ein ehemaliger Spieler als Funktionär, der heute Leiter der Lizenzspielerabteilung beim BVB ist.


Für einen solchen Posten bei Königsblau bringt die WAZ Gerald Asamoah ins Gespräch. Der heute 40-Jährige beendete seine Profikarriere 2015, blieb den Knappen aber als Manager der U23 erhalten. Seit dieser Zeit konnte er bereits Erfahrung sammeln, was eine interne Lösung bzw. mit ehemaligen Spielern, die den berühmten „Stallgeruch“ haben, unterstützen würde.


Bereits gestern äußerte sich der ehemalige Nationalspieler zum aktuellen Auftreten der Knappen. Dort erklärte er, dass er „die Körpersprache mancher Spieler, speziell gegen Mainz (…) zum Teil erschreckend“ fand. Dagegen hofft er auf einen Verbleib des Trainers Domenico Tedesco. „Ich wünsche mir, dass er auf Schalke weiterarbeiten kann und es schafft, die Kehrtwende herbeizuführen.“ Vielleicht ist er schon bald dafür zuständig, gemeinsam mit ihm den Klub wieder nach oben zu führen.