Nach dem feststehenden Aus von Christian Heidel beim ​FC Schalke 04 am Ende der Saison gerät auch die Position des Trainers immer mehr in den Fokus. Ist Domenico Tedesco noch der richtige Trainer auf Schalke? Während in den Medien von einem Endspiel in Düsseldorf die Rede ist, will die Mehrheit der Fans den Coach wenigstens bis Saisonende in Gelsenkirchen auf der Bank sehen.


Wie die Sport Bild berichtet, soll es für Domenico Tedesco am kommenden Samstag gegen Fortuna Düsseldorf ein Schlüsselspiel werden. Denn die 0:3-Niederlage gegen Mainz hat angeblich intern auch den letzten Rückhalt des Trainers bröckeln lassen, wie das Blatt weiter berichtet. Zwar erklärte Tedesco, dass er das „Vertrauen seit seinem Amtsantritt spüre“ und das er „alles tun wolle, dieses Vertrauen zurückzuzahlen“, im Vorstand befürchtet man dennoch eine Fan-Revolte, wie es weiter heißt.


Von einer Fan-Revolte scheint man auf Schalke aber wohl weit entfernt zu sein. Wir haben ebenfalls ​in einem Voting nach dem Rückhalt für Tedesco unter den Fans gefragt und das Ergebnis war durchaus überraschend, weil konträr zu den getätigten Aussagen. Bei über 2.200 ausgewerteten Stimmen sprachen sich fast die Hälfte (46%) dafür aus, mit dem 33-Jährigen weiter zu machen, wenigstens bis Saisonende. 24 Prozent stimmten hingegen auch zu und sprachen sich dafür aus, dass Tedesco bei einer weiteren Niederlage seinen Hut zu nehmen hat. 30 Prozent sind für einen Rücktritt á la Heidel.


Währenddessen bringen die Medien schon mögliche Nachfolger ins Spiel. Während Sky von einem Interesse an Bruno Labbadia weiß, musste die Sport Bild bei dem Namen Jonas Boldt, der als neuer Sportdirektor ebenfalls im Gespräch war, nicht lange überlegen und brachte den ehemaligen Leverkusen-Coach Roger Schmidt ins Spiel. Aktuell ist Schmidt noch in China bei Beijing Guoan bis Ende des Jahres, dank einer Ausstiegsklausel sollte aber auch das kein wirkliches Problem darstellen. Da sich das Thema Boldt aber inzwischen erledigt hat laut Sky, könnte auch Schmidt wieder aus dem Fokus sein. 


Tedesco wiederum kennt den neuen Sportvorstand Jochen Schneider noch aus seiner Zeit als Jugendtrainer beim ​VfB Stuttgart. Inwieweit das dem Trainer hilft, seinen Stuhl wieder etwas zu festigen, ist aktuell nicht absehbar. Fest steht aber, dass das Spiel gegen den Aufsteiger am Samstagnachmittag unter besonderer Beobachtung steht. Und eine vernünftige Leistung der Königsblauen dürfte nicht schaden.