​Der Siegeszug der deutschen Athleten bei der Skisprung-Weltmeisterschaft in Innsbruck setzte sich auch am gestrigen Sonntag fort. Dabei gelang den Männern von Bundestrainer Werner Schuster im Team-Wettbewerb ein historischer Erfolg.


Zum ersten Mal seit 18 Jahren konnte sich die deutsche Skisprung-Elite mit WM-Gold schmücken. Dabei konnte das vom aktuellen Überflieger Markus Eisenbichler angeführte Quartett im Teamwettbewerb die internationale Konkurrenz eindrucksvoll in die Schranken weisen. 


Neben dem 27-Jährigen war auch auf seine Teamkollegen Karl Geiger, Richard Freitag und Stephan Leyhe Verlass und nach insgesamt acht Sprüngen am Bergisel in Innsbruck betrug der Abstand auf die zweitplatzierten Gastgeber aus Österreich satte 87 Punkte. Vierschanzen-Tournee-Dominator ​Ryoyu Kobayashi musste sich mit seinen japanischen Landsmännern mit dem dritten Platz zufrieden geben.

Für Eisenbichler geht dabei innerhalb von wenigen Tagen der nächste Traum in Erfüllung. Am Samstag hatte sich der Deutsche vor seinem Teamkollegen Karl Geiger auch im Einzelwettbewerb durchsetzen können. Ein solcher Doppelerfolg wie dem gebürtigen Siegsdorfer war zuletzt Skisprung-Ikone Martin Schmitt im Jahre 2001 gelungen. 18 Jahre später konnte der mittlerweile 41-Jährige nun in seiner Funktion als TV-Experte mitverfolgen, wie erneut Geschichte geschrieben wurde.


Bundestrainer Werner Schuster hatte bereits während des Wettkampfs ein sehr gutes Gefühl. "Im Moment läuft es richtig gut, das waren zwei herausragende Sprünge von Markus und Karl. Die Jungs machen jetzt einfach ihr Ding", so der 49-Jährige laut t-online nach dem ersten Durchgang. Schließlich hatten sich seine Schützlinge bereits zu diesem Zeitpunkt durch eine geschlossene Mannschaftsleitung einen beruhigenden Vorsprung erarbeitet. Auch im zweiten Durchgang blieben die DSV-Flieger ganz cool und konnten nach dem Weltmeistertitel ausgelassen feiern.