Mahmoud Dahoud,Paco Alcacer,Axel Witsel,Dan-Axel Zagadou,Abdou Diallo,Mario Goetze,Julian Weigl

Bundesliga: Die Erkenntnisse des 23. Spieltages

Am Wochenende kam es in der Bundesliga zu einigen richtungsweisenden Duellen. Dabei konnte Spitzenreiter Borussia Dortmund die Negativserie der letzten Wochen beenden. Erzrivale FC Schalke 04 hingegen, versinkt immer mehr im Chaos. Der VfB Stuttgart konnte im Abstiegskampf ein Lebenszeichen senden. Konkurrent 1. FC Nürnberg stellte sich mal wieder selbst ein Bein.

1. VfB sendet gegen Bremen wichtiges Lebenszeichen

Zum Auftakt des 23. Spieltags konnte der VfB Stuttgart beim Auswärtsspiel in Bremen einen Punkt entführen. Dabei zeigte das Team von Trainer Markus Weinzierl, insbesondere in der ersten Halbzeit, einen couragierten Auftritt und ging endlich mal wieder in Führung. In der zweiten Spielhälfte wurden die Schwaben zwar immer weiter zurückgedrängt, der Punktgewinn geht unterm Strich aber absolut in Ordnung. Das Team geht somit mit einer breiten Brust ins extrem wichtige Heimspiel gegen Hannover 96.

2. Werder enttäuscht und tritt auf der Stelle

Durch das Remis gegen den abstiegsbedrohten VfB ließen die Bremer wichtige Punkte im Rennen um einen Europapokalplatz liegen. Dabei versagten dem Team von Trainer Florian Kohfeldt bereits zum wiederholten Male in dieser Saison bei einem wichtigen Spiel die Nerven. Vier Unentschieden in den letzten fünf Spielen sind einfach zu wenig, um die obere Tabellenregion zu attackieren.

3. Rennen um Champions-League-Plätze bleibt spannend

Der VfL Wolfsburg konnte am Wochenende durch einen Sieg gegen Borussia Mönchengladbach die großen Ambitionen unterstreichen und liegt auf dem fünften Tabellenplatz liegend, mit 38 Punkten auf der Habenseite, in Lauerstellung. RB Leipzig trifft am Montagabend auf die TSG 1899 Hoffenheim und kann auf den dritten Tabellenplatz springen. Auch Eintracht Frankfurt (37 Punkte) und Bayer 04 Leverkusen (36 Punkte) sollte man noch nicht abschreiben.

4. Enges Meisterschaftsrennen

Bayern München legte beim 1:0-Sieg gegen Hertha BSC zwar keinen Galaauftritt hin, am Ende konnten sich die Münchner aber dank Siegtorschütze Javi Martinez durchsetzen. Da Gladbach gegen Wolfsburg verlor, beträgt der Abstand auf die auf dem dritten Tabellenplatz liegenden Fohlen nun bereits acht Zähler. 


Borussia Dortmund kriegte gegen Bayer 04 Leverkusen nach einem Leistungseinbruch in den vergangen Wochen wieder rechtzeitig die Kurve und hat weiterhin drei Punkte Vorsprung auf den Rekordmeister. 

5. Direktes Duell zwischen BVB und Bayern könnte vorentscheidend werden

In der Liga gaben sich die Münchner zuletzt lediglich am 20. Spieltag bei der 1:3-Niederlage gegen Leverkusen eine Blöße, ansonsten preschen die Bayern in altbekannter Manier durch Deutschland und holten in den letzten elf Partien 30 von möglichen 33 Zählern. 


Da sich der BVB zuletzt hingegen den ein oder anderen Patzer leistete schmolz der Vorsprung des Herbstmeisters so auf bis zu drei Punkte zusammen. Da bereits am kommenden Wochenende der zuletzt so sehnlich vermisste Marco Reus zurück erwartet wird und dem BVB gegen Leverkusen ein wichtiges Ausrufezeichen gelang, könnte sich das packende Duell bis zum direkten Aufeinandertreffen am 28. Spieltag weiter zuspitzen. Wer am 6. April in der Allianz Arena die Oberhand behält, hat exzellente Aussichten auf die Meisterschale.

6. Abstiegskandidaten enttäuschen weiter

Von den letzten Fünf konnte am Wochenende lediglich der VfB Stuttgart einen Punkt einheimsen. Die anderen Abstiegskandidaten hingegen, enttäuschten erneut auf ganzer Linie. Vor allem der FC Augsburg gab bei der 1:5-Klatsche gegen den SC Freiburg ein desaströses Bild ab. Auch Hannover 96 bekleckerte sich bei der 0:3-Niederlage gegen Eintracht Frankfurt nicht gerade mit Ruhm. 


Das Triumvirat des Grauens wird vom 1. FC Nürnberg komplettiert. Die Franken unterlagen Fortuna Düsseldorf. Dabei war vom Eigentor bis zur roten Karte alles dabei, was man als Tabellenletzter am allerwenigsten gebrauchen kann.

7. Auf Schalke brennt der Baum

Wenn man über schwache Auftritte am vergangenen Wochenende spricht, darf man die Leistung des FC Schalke 04 nicht unerwähnt lassen. Gegen Mainz hatte der amtierende Vizemeister nicht den Hauch einer Chance und kann sich weiterhin nur bei der schwachen Konkurrenz bedanken, dass man nicht längst auf einem Abstiegsplatz liegt. Dass Manager Heidel unmittelbar nach Abpfiff seinen Rücktritt bis spätestens im kommenden Sommer bekanntgab, dürfte das Chaos beim Revierklub nur noch weiter verstärken.

TOP-ARTIKEL