​Schalke 04 ist weit davon entfernt, wie ein Vizemeister aus der vergangenen Saison zu spielen. Am Samstag sah die Truppe von Trainer Domenico Tedesco eher wie ein Absteiger aus, die 0:3-Niederlage gegen Mainz musste man hochverdient hinnehmen. Sportvorstand Christian Heidel, der Architekt des derzeitigen Kaders, möchte deshalb seinen Posten aufgeben.


Dies hat der Verein heute nach dem Abpfiff bekannt gegeben, Heidels bis 2020 laufender Vertrag wird aufgelöst Der Kaderplaner hat ohnehin laut übereinstimmenden Medienberichten das Vertrauen des Aufsichtsrats komplett verloren. 


WAZ-Infos zufolge wird Heidel Schalke bei der Nachfolgersuche helfen. Zuletzt wurde Bayer Leverkusens sportlicher Leiter Jonas Boldt mit dem künftig vakanten Job in Verbindung gebracht. Heidel wird Vereinsinfos zufolge spätestens im Sommer gehen. 


"Ich habe in meinem Leben immer konsequent gehandelt. Deshalb habe ich schon am vergangenen Montag Aufsichtsratschef Clemens Tönnies über meinen festen Entschluss informiert. Ich hoffe, dass wir im Club nun den Blick ganz auf die Zukunft richten können. Schalke 04 ist mir in den vergangenen drei Jahren sehr ans Herz gewachsen. Meine Freundschaft zu Clemens Tönnies wird mein Engagement für diesen tollen Verein sicherlich überdauern. Bis eine Nachfolge gefunden ist, stehe ich natürlich weiterhin mit Rat und Tat zur Verfügung", so der Manager zu seinem Rücktritt. 


Der 55-jährige Heidel wurde nach einer erfolgreichen Zeit beim FSV Mainz 05 im Sommer 2016 als Sportvorstand des FC Schalke 04 installiert, um den Verein für langfristigen Erfolg aufzubauen. In der vergangenen Spielzeit sahen die Anzeichen mit der Vizemeisterschaft und der Qualifikation für die Champions League schon mal gut aus, doch nur wenige Monate später spielen die 'Knappen' im unteren Tabellenmittelfeld. Die Nottransfers im Winter haben an der Lage kaum etwas geändert.