Beim FC Schalke 04 ​steht Sport-Vorstand Christian Heidel immer häufiger in der Kritik, jüngsten Medienberichten zufolge erwägen die Verantwortlichen nach der Saison eine Trennung vom 55-Jährigen. Als Favorit auf dessen Nachfolge gilt Jonas Boldt, der in wenigen Monaten sein Amt als Sportdirektor bei Bayer Leverkusen niederlegen wird. Wie Sky-Experte Reiner Calmund vor dem Auswärtsspiel der Schalker bei Mainz 05 verriet, könne sich Boldt ein Engagement in Gelsenkirchen durchaus vorstellen.


Bereits als über eine mögliche rechte Hand für Christian Heidel in Bezug auf weitere Transfers berichtet wurde, fiel der Name Jonas Boldt. Der 37-Jährige arbeitete sich in den vergangenen Jahren in Leverkusen hoch, ist mittlerweile Sportdirektor und sucht eine neue Herausforderung ab der kommenden Saison. ​Bereits vor einigen Tagen soll sich Clemens Tönnies erstmals mit Boldt getroffen haben, um eine gemeinsame Zusammenarbeit auf Schalke auszuloten.   


Wie Reiner Calmund am Samstagnachmittag erklärte, sei Boldt sowohl von einer Rolle als Sportdirektor als auch vom Posten des Sport-Vorstandes nicht abgeneigt: "Ich habe mit Jonas telefoniert und er hat mir gesagt, dass er sich auf Schalke beide Posten vorstellen kann. Ich denke, Jonas würde mit dem Fahrrad nach Gelsenkirchen fahren, denn Schalke strahlt etwas Besonderes aus."

Reiner Calmund

  Wenn es nach Reiner Calmund geht, ist es nur eine Frage der Zeit, bis Jonas Boldt beim FC Schalke vorgestellt wird


Von Boldts Arbeit in Leverkusen zeigte sich der der frühere Geschäftsführer der 'Werkself' angetan: "Er hat einen guten Job in Leverkusen gemacht, unter Michael Reschke in der Scouting-Abteilung angefangen und war zuletzt der Sportdirektor. Das ist ein guter Mann."


Zugleich wisse er auch, dass sich Tönnies durchaus Gedanken darüber macht, wer der richtige Mann für Schalke sein könnte: "Ich habe gestern Abend lange mit Clemens Tönnies gesprochen. Er hat was ganz Wichtiges gesagt: 'Ich lege den größten Wert darauf, dass ich den für einen erstklassigen Fachmann halte und dass ich mit dem eng befreundet bin'."


Heidel müsse derweil "natürlich die Verantwortung für den schlechten Tabellenstand übernehmen. [...] Wenn es nicht rund läuft, dann muss man sich unterhalten. Und dann haben die genug Leute, die den Job haben wollen: Nach Schalke will jeder gehen."