​Zum Auftakt des 23. Spieltags konnte der abstiegsbedrohte ​VfB Stuttgart beim Gastspiel in Bremen einen Punkt entführen. Zwar benötigt das Team von Trainer ​Markus Weinzierl eigentlich unbedingt Siege um sich vom Tabellenkeller zu lösen, die gute Leistung gegen die Hanseaten stimmt jedoch auch den neuen Sportvorstand ​Thomas Hitzlsperger optimistisch.


Nachdem die Schwaben in den letzten Wochen immer wieder früh in Rückstand gerieten waren, drehte die Weinzierl-Elf beim Flutlichtspiel im Weserstadion den Spieß um und ging durch Steven Zuber bereits in der zweiten Spielminute in Führung. Zwar mussten die Stuttgarter kurz vor dem Halbzeitpfiff einen zu diesem Zeitpunkt für die Bremer schmeichelhaften Ausgleichstreffer hinnehmen, dennoch zeigte sich der VfB insbesondere in der ersten Spielhälfte formverbessert.

Thomas Hitzlsperger

Thomas Hitzlsperger sah erneut Fortschritte beim VfB Stuttgart



Auch Sportvorstand Thomas Hitzlsperger, der erst unlängst die Nachfolge von Michael Reschke angetreten hat, bezeichnete den Auftritt gegen die Werderaner laut dem kicker als einen "Schritt nach vorne". Der Punktgewinn in der Fremde sei "aller Ehren wert" und daher ließ der Ex-Profi keinerlei Zweifel daran aufkommen, dass Weinzierl am kommenden Sonntag beim wichtigen Abstiegsgipfel gegen Hannover 96 erneut auf der Trainerbank Platz nehmen wird. 


Auch der Coach selbst zeigte sich mit der Leistung seiner Schützlinge zufrieden. "Es war ein weiterer Schritt nach vorne. Gegen Leipzig haben wir uns noch nicht belohnt, heute zumindest einen Punkt geholt", so der gebürtige Bayer. Dabei weiß jedoch auch der erfahrene Fußballlehrer, dass er über kurz oder lang auch wieder Siege vorweisen muss. Das Heimspiel gegen die Niedersachsen könnte daher für den 44-Jährigen bereits das nächste Schicksalsspiel werden. Bleiben er und seine Mannschaft auch im neunten Spiel in Folge ohne Sieg, dürfte dem Ex-Schalker auch der spielerische Aufschwung der letzten Wochen nicht den Job retten.

Markus Weinzierl

Trainer Markus Weinzierl hofft beim Spiel gegen Hannover auf einen Heimsieg



Hoffnung machte dem Taktikfuchs nach dem Spiel gegen das Team von Trainer Florian Kohfeldt jedoch bereits die gute Moral seiner Mannschaft. Obwohl Mario Gomez in der ersten Halbzeit zwei dicke Chancen auf das 2:0 ungenutzt liegen ließ, reagierten die Stuttgarter gefasst auf den plötzlichen Ausgleichsteffer. Nach der Pause wurden die Schwaben zwar immer weiter zurückgedrängt, mangelnden Einsatz konnte man den Spielern dabei aber nicht vorwerfen. "Diese Leidenschaft muss die Basis für die nächsten Wochen sein", so Weinzierl.