17,5 Millionen - das ist die magische Zahl beim ​HSV. 17,5 Millionen Euro Erlös für die neuaufgelegte Fan-Anleihe, mit der die alte (von 2012) abgelöst werden soll. Seit Montag sind die Papiere im freien Verkauf - und laut HSV-Finanzchef Frank Wettstein lässt es sich bislang ganz gut an. "Wir bewerten den aktuellen Stand positiv", so der Finanzvorstand.


Laut mopo.de waren bis Donnerstagabend Anleihen im Wert von etwas unter 10 Millionen Euro gezeichnet worden. In der Vorkaufsphase für Inhaber der Wertpapiere von 2012 hatte der Verein Einnahmen von 7,4 Millionen Euro verzeichnen können. Ziel sind bis zum April eben jene ominösen 17,5 Millionen Euro. Die neue Anleihe ist genauso wie die alte, die sie ablöst, auf eine Laufzeit von sieben Jahren ausgerichtet und mit 6% pro Jahr verzinst. 

Für Klub-Chef Bernd Hoffmann stellt das Papier somit "eine attraktive Investitionsmöglichkeit dar". Für den Direktor des Hamburgischen Weltwirtschaftsinstituts (HWWI), Henning Vöpel, bedeutet das wiederum nichts anderes als: "Die relativ hohen Zinsen spiegeln das hohe Risiko wider, für das die Käufer der Anleihe kompensiert werden sollen." Kritiker haben vor allem bemängelt, dass mit dieser Anleihe lediglich die alte getilgt werden soll. Das ist aber in der normalen Wirtschaft durchaus eine gängige Praxis. Die alte Anleihe muss im September dieses Jahres zurückgezahlt werden. ​