​Beim ​FC Chelsea brodelt es intern. Zum wiederholten Mal hat Trainer Mauricio Sarri seine Spieler attackiert. Auch die jüngsten Ergebnisse geben kaum Anlass zur Hoffnung, dass sich das Klima in der Kabine entspannt.


Fünf Pflichtspielniederlagen im Jahr 2019 sind ein schlechtes Zwischenzeignis für den FC Chelsea. Zuletzt gab es auch Kritik an Sarris 4-3-3-Spielsystem. Jedoch weißt der Italiener derartige Stimmen von sich: "Das System ist nicht das Problem", sagte der 60-Jährige bei der Pressekonferenz vor dem Europa-League-Rückspiel gegen Malmö. Sarri führte aus: "Momentan machen wir mit einigen Spielern zu viele Fehler. Früher oder später war jeder in einem Fehler involviert. Also brauchen wir eine Veränderung der Mentalität der Spieler."

Sarri: "Es gibt keinen anderen Weg"


"Ich verstehe den Frust der Fans“, räumte Sarri ein, „aber es gibt keinen anderen Weg". Der Ex-Trainer vom SSC Neapel scheint sein System nicht umstellen zu wollen, zeigt sich uneinsichtig. Allerdings muss er in den nächsten Wochen Erfolge verzeichnen, um nicht die Champions-League-Ränge aus den Augen zu verlieren. Aktuell liegt Chelsea nur auf Rang sechs. Zuletzt gab es im FA-Cup eine bittere 0:2-Pleite gegen Manchester United,​ bei dem die Fans Schmähgesänge gegen Sarris Spielstil anstimmten.


Zu Beginn der Saison hatten die Blues die Tabelle gemeinsam mit Liverpool und Manchester City angeführt. Bereits im November 2018 gab es die ersten Risse. Besonders ernüchternd: Chelseas 0:2-Niederlage gegen den FC Arsenal Mitte Janaur, die Sarri derart nervte, dass er die Mentalität seiner eigenen Spieler infrage stellte. 


Gegen Malmö steht am Donnerstag (21.00 Uhr) zunächst eine Pflichtaufgabe an. Chelsea hat eine 2:1-Führung aus dem Hinspiel in Schweden im Rücken. Das kommende Premier-League-Spiel gegen Brighton Hove & Albion sollte ursprünglich drei Tage danach am Sonntag stattfinden, wird aber wegen des Carabao-Cup-Finals auf einen noch unbekannten Termin verschoben. Im Carabao-Cup trifft Chelsea als großer Außenseiter auf ​Manchester City (Sonntag, 17.30 Uhr).