​Der FC Schalke hat im Hinspiel des Champions-League-Achtelfinals lange an einer Sensation geschnuppert, musste sich Manchester City letztlich jedoch mit 2:3 geschlagen geben. Im Parallelspiel gewann Atletico Madrid sein Heimspiel gegen Juventus mit 2:0.


S04-Coach Domenico Tedesco hatte gegen den englischen Topklub eine sehr defensive Aufstellung gewählt - und schien damit lange auf das richtige Pferd gesetzt zu haben. Zunächst sah zwar alles danach aus, als würde der Favorit von der Insel schnell für klare Verhältnisse sorgen: nach 18 Minuten konnte Citys Torjäger Sergio Aguero nach einem Aussetzer von Ralf Fährmann zur 1:0-Führung einschieben. In der Folge hielt Schalkes Bollwerk jedoch den Angriffen der Guardiola-Truppe stand. 


City hatte deutlich mehr Ballbesitz, konnte jedoch kein Kapital daraus schlagen. Stattdessen sorgte Königsblau für eine Überraschung - und wie! Kurz vor der Pause wurden den Knappen zwei Elfmeter zugesprochen, die Nabil Bentaleb jeweils verwandelte und seinem Team somit eine 2:1-Pausenführung bescherte.

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Nach dem Pausentee versuchten die Engländer viel, ihnen gelang jedoch zunächst wenig. Als Abwehrchef Nicolas Otamendi dann in der 68. Minute die Gelb-Rote Karte sah, schien das Spiel schon fast zugunsten der Schalker entschieden. Doch ausgerechnet Leroy Sané vermasselte seinem Ex-Klub eine perfekte Ausgangslage für das Rückspiel: Mit einem traumhaften Freistoß besorgte der Nationalspieler fünf Minuten vor dem Ende den 2:2-Ausgleich. Als wäre dieser Gegentreffer nicht schon schlimm genug, konnte Raheem Sterling nach einem Abschlag (!) sogar noch den 3:2-Siegtreffer für ManCity erzielen.


Juventus enttäuscht


Im zweiten Spiel des Abends setzte Atletico Madrid eine deutliche Duftmarke, indem man Juventus Turin deutlich und verdient mit 2:0 besiegte. Die Italiener kamen im gesamten Spiel zu keiner echten Torchance und enttäuschten auf ganzer Linie. Die beiden Superstars Cristiano Ronaldo und Paulo Dybala waren nahezu unsichtbar.

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Atletico war dagegen gewohnt aggressiv und versuchte, auch offensiv immer wieder Akzente zu setzen. Die Bemühungen wurden in der 2. Halbzeit auch belohnt, nachdem es zur Pause noch 0:0 gestanden hatte. Zunächst wurde Alvaro Morata zwar die vermeintliche 1:0-Führung durch den VAR verwehrt, doch nach zwei Standardsituationen konnten die beiden Innenverteidiger José Maria Gimenez und Diego Godin den verdienten Sieg für ihre Farben herbei schießen. 


Auf Juventus, eigentlich einer der Topfavoriten auf den Gewinn der Königsklasse, wartet somit im Rückspiel jede Menge Arbeit.