Auch wenn sie vermehrt totgeschwiegen werden, die Football Leaks haben tiefe Abgründe im Fußball zu Tage gefördert. Ein Spieler, der nun ernsthafte Konsequenzen aus den aufgedeckten Machenschaften einiger prominenter Fälle zog, ist Hertha-Eigengewächs Arne Maier. Er trennte sich von seinem namhaften Berater, wohl aufgrund der Leaks.


Arne Maier ist eines der aufstrebendsten Talente in Fußballdeutschland. Bei ​Hertha BSC hat er sich mit gerade mal 20 Jahren bereits durchgesetzt und ist diese Saison unter seinem Trainer Pal Dardai im Mittelfeld absolute Stammkraft. Zudem gibt es immer wieder Gerüchte, die Topklubs Europas beschäftigen sich mit dem in Ludwigsfelde geborenen Spieler. „Auszeichnungen“, die seine Klasse bestätigen.


Und wer so begehrt ist, braucht natürlich auch eine Berater-Agentur, die sich mit solchen Kalibern auskennt. Doch Maier hat sich kürzlich von der Berater-Agentur ROGON getrennt, wie der Berliner Kurier berichtet. Grund dafür sollen wohl angeblich die Football Leaks sein, das allerdings ist nur eine Vermutung des Blatts. Die Zeichen scheinen für den Kurier hingegen klar.


Ein bekannter Name unter den 70 Mitarbeitern von ROGON ist Roger Wittmann, ehemaliger Klempner und in den Medien vor allem aufgrund seiner Rochade mit ​Schalkes Max Meyer im letzten Sommer auch über die Fußballgrenzen hinaus bekannt geworden. Er vertrat auch Arne Maier – bis zuletzt. Aus dem Hause der Agentur heißt es nur: „Arne hat so entschieden, das respektieren wir. Die Familie berät ihn zurzeit. Wir wünschen dem Jungen viel Erfolg für seine Karriere. Arne ist ein guter Junge.“


Wittmann berät unter anderem auch Roberto Firmino, Julian Draxler oder Thilo Kehrer. Auch bei Hertha berät er Jordan Torunarigha und Peter Pekarik. Maier hingegen hat gekündigt und steht ohne Berater da, lässt sich aktuell von seinem Vater und seinem ehemaligen Nachwuchscoach Wolfgang Damm unterstützen, wie der Kurier weiter berichtet.


Über die Football Leaks waren einige fragwürdige Deals von Wittmann bekannt geworden, die Maier wohl dazu veranlasst haben, das Verhältnis zu beenden. Das Maier bei seinem Talent ein gefragter Mann ist, dürfte klar sein. Lange wird er also nicht ohne Berater dastehen, doch der Neue darf sich auf einen aufgeweckten Fußballer gefasst machen, der Anstand und Moral wohl höher hängt, als man es im Fußball sonst gewohnt ist.