Im gestrigen Champions-League-Spiel zwischen dem ​FC Bayern und dem ​FC Liverpool kam es erneut zu Protesten seitens der Bayern-Fans. Dies ist schon der dritte Protest, nachdem sie bereits in Anderlecht und Paris Falschgeldscheine auf den Platz warfen um gegen die ​zu hohen Auswärtspreise der UEFA zu protestieren.


Eigentlich sollte der Champions-League-Kracher Bayern gegen Liverpool auf dem Platz für Aufmerksamkeit sorgen, doch da sich beide Teams beim torlosen Unentschieden besonders im Abschluss schwer taten, dürfte eine andere Aktion besondere Aufmerksamkeit erlangt haben. Konkret handelt es sich dabei um den Protest der unzufriedenen Bayern-Fans über die ihrer Meinung nach zu hohen Eintrittspreisen für ein Auswärtsspiel in der Königsklasse zu Beginn der zweiten Hälfte. Anders als noch in Anderlecht und Paris, äußerten diese ihren Unmut aber nicht mit dem werfen von Falschgeld, vielleicht aus Angst vor erneutet Sanktionen seitens der UEFA. Dieses Mal setzten die FCB-Anhänger lediglich auf ein großes Banner im Gästeblock.

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Auf diesem war zu lesen: "Auswärtstickets Liverpool – 48 Pfund. Auswärtstickets Bayern – 55 Euro. Die Gier kennt keine Grenzen." Außerdem noch der Schriftzug: Twenty is plenty. Dabei handelt es sich um eine Aktion, die von Football Supporters Federation ins Leben gerufen wurde, die es sich zum Ziel gesetzt hat, die Obergrenze für Auswärtstickets auf 20 Pfund festzulegen.


Nach aktuellem Kurs entsprechen 48 Pfund 55 Euro und somit den Bayern-Fans und den Ansprüchen von Twenty is plenty zuviel. Ob der Protest in den Stadien weitergeht, hängt wohl vom Weiterkommen der Bayern in der Champions League ab. Aber auch die Fans der Reds begrüßten den Protest und applaudierten den Münchner Fans für deren Aktion.