Vor fast sechs Jahren wechselte Gareth Bale für die damalige Rekordsumme von ca. 100 Millionen Euro von Tottenham Hotspur zu Real Madrid. Doch konstant konnte er nie überzeugen und die Position als vermeintlichen Erben von Cristiano Ronaldo ebenfalls nicht erfüllen. Jetzt liebäugeln die Real-Bosse mit einem Verkauf.


So richtig angekommen ist der Waliser in der spanischen Hauptstadt nie. Schon innerhalb der Mannschaft ist er stark isoliert und kann wohl so gut wie kein Spanisch sprechen. „(...) Jetzt habe ich auf der einen Seite niemanden mehr neben mir. Und auf der anderen Seite Bale. Aber er sagt kaum etwas und spricht nur Englisch. Wir verständigen uns mit Händen und Füßen, sagen nur 'Hallo' und 'Tschüß", berichtete sein Teamkollege Marcelo nach dem Abgang von CR7 zu Juventus Turin


Auch der im Sommer vom FC Chelsea verpflichtete Thibot Courtois berichtete, dass Bale sich von der Mannschaft abschottet. „Wir hatten einen Team-Abend mit der gesamten Mannschaft. Aber Bale und Kroos tauchten nicht auf. Sie meinten, das Essen sei zu spät“, erzählte der belgische Nationaltorhüter. Es gab wohl Essen um 22:15 Uhr und "um Mitternacht hatten wir noch einen Kaffee getrunken, sodass wir gegen ein Uhr ins Bett gegangen sind. Am nächsten Tag hatten wir um elf Uhr Training, was meiner Meinung nach ein perfekter Zeitpunkt ist. Bale sagte uns aber: 'Ich schließe mich euch nicht an, Jungs. Ich gehe um 23 Uhr ins Bett.' Und dann kam er nicht", so Courtois weiter.


Bales Ex-Trainer bei der walisischen Nationalmannschaft, John Toshack,  beschwerte sich beim spanischen Radiosender ONDA CERO: "Wenn sie zu einem Team im Ausland wechseln, sollten sie die Sprache aus Respekt für die Fans lernen." Alles in allem scheint die Haltung gegenüber dem Stürmer nicht mehr positiv zu sein.


Bales Verhalten verärgert auch Vereinsbosse


Denn auch die Verantwortlichen von Real Madrid provoziert der Angreifer immer wieder. Im Januar saß er bei der 0:2-Niederlage gegen Real Sociedad auf der Tribüne, verließ diese aber in der 78. Minute. Vorschrift vom Verein ist jedoch, dass sich alle Spieler, sowohl die im Kader, als auch die nicht berufenen, nach dem Spiel unter der Tribüne treffen. Auch Trainer Santiago Solari soll mehr als wütend auf den Waliser gewesen sein, da er sich nicht schnell genug auf seine Einwechslung in der Partie gegen den FC Girona vorbereitete.

Florentino Perez

Möchte Bale im Sommer womöglich verkaufen: Real-Madrid-Boss Florentino Perez



Daher spielt Real-Präsident Florentino Perez spanischen Gerüchten zu Folge mit dem Gedanken, den 29-Jährigen im Sommer für stolze 120 bis 150 Millionen Euro zu verkaufen. Angeblich bereut Perez sogar, den Transfer nicht bereits im Sommer getätigt zu haben, da einer der Gründe für Zidanes Abgang Bales Verbleib gewesen sein soll.