​Mesut Özil steckt beim ​FC Arsenal momentan in einer Abwärtsspirale. Unter dem neuen Trainer Unai Emery kommt er kaum noch zum Zug. Wie prekär Özil sein eigene Situation sieht, ist allerdings eine andere Frage. Er besitzt beim Klub aus Nord-London einen extrem lukrativen Vertrag und befindet sich so in einer Komfortzone, wie Arsène Wenger nun behauptet.


In diesem Jahr kommt der ehemalige deutsche Nationalspieler gerade so auf einen Startelf-Einsatz. Ansonsten fehlte Özil in dieser Saison schon häufig angeschlagen, manchmal aber auch einfach unbegründet. Sein Verhältnis zu Emery ist ebenso sehr gestört. Eine Zukunft scheint Özil bei Arsenal nicht mehr zu haben.


Trotzdem könnte es sein, dass er noch bis 2021 beim Hauptstadt-Verein verbleiben wird. Seinen Vertrag hat er nämlich erst Ende der letzten Saison verlängert. Arsène Wenger spricht im Guardian nun über das ernsthafte Problem rund um Özil. Dabei sind vor allem die Auswirkungen der Verlängerung von entscheidender Bedeutung.


"Oft denken wir heutzutage, dass wenn wir einen guten Spieler über fünf Jahre an uns binden, wir auch einen guten Spieler für die nächsten fünf Jahre haben werden. Das heißt aber nicht, dass sie auch auf höchstem Level trainieren und immer ihr Bestes geben. Sie sind vielleicht in ihrer Komfortzone", so Wenger. 


Kostet Özil seinen extraordinären Vertrag aus?


Genau das könnte das Problem sein. Bei Özil könnten Motivation und Leistungen nicht mehr mit den Forderungen des Trainers und der Öffentlichkeit übereinstimmen. Allerdings hat er auch so kaum Sorgen in London. Mit seinem überdimensionalen Vertrag, der unter anderem ein Gehalt von 400.000 Euro in der Woche vorsieht, ist er nämlich der bestbezahlteste Profi bei den Gunners.

Unai Emery,Mesut Ozil

Das Verhältnis von Emery und Özil befindet sich auf dem Tiefpunkt


Für seine weitere Karriere mag das momentane Engagement bei Arsenal für Özil keine guten Folgen haben. Finanziell befindet er sich allerdings in einer aussichtsreichen Situation. Es ist offen, was die weitere Zeit in England für Özil bringen wird. Sicher ist aber, dass er kämpfen müsste, um sich noch einmal zu beweisen. Auf die Frage, ob Özil das aber wirklich will, würden derzeit wohl viele eher zurückhaltend antworten.