Langsam bewegen wir in der Bundesligasaison auf das letzte drittel der Saison zu und da steht sie wieder an, die fast schon traditionelle Frage bei ​Werder Bremen: Hängt Pizarro noch ein Jahr dran? Allein schon für Internet-Beiträge wie diese müsste die Antwort ja lauten.


Beim Spiel zwischen Werder Bremen und ​Hertha BSC Berlin knackte Claudio Pizarro den Rekord und wurde ältester Torschütze in der Geschichte der Bundesliga. Doch um ein Haar hätte der mittlerweile 40-jährige das Tor nicht anerkannt worden, ​wäre es zumindest nach Pal Dardei gegangen. Doch nach DFL-Urteil herrscht Gewissheit und Pizarro sicherte sich den Rekord.


Dieser Treffer markiert zugleich den Startschuss für die Frage, die man sich häufig bei Werder stellt, ob Pizarro noch eine Saison für die Grün-Weißen aufläuft. Denn an Torgefahr scheint er in all den Jahren an nichts eingebüßt zu haben, schaut man sich etwa den Treffer im DFB-Pokalspiel gegen Borussia Dortmund an:


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Bei Bildern wie diesen wirkt es so, als sei der Peruaner immer noch Anfang 20. Auf die Frage wie er sich so fit halte, weißt er immer wieder auf seine gesunde Ernährung hin. Doch reicht jene Ernährung, um sich auch mit dann 41 Jahren mit jungen Talenten wie Kai Harvertz etc. auf den Plätzen zu messen? Denn Fakt ist, dass Pizarro in der Praxis immer weniger Spielzeit zugeschrieben bekommt. Oft sind es Einwechslungen, die um die 80. Minute erfolgen, welche er aber auch zu nutzen weiß. 


Auch auf die Rückendeckung der Fans kann er sich stets verlassen, verlangten diese etwa im Spiel am Samstag mit Sprechchören dessen Einwechslung. Beim anschließenden Interview wurde er gefragt, ob er denn noch ein Jahr bei Werder bleiben werde. Darauf antwortete er, dass sein Kopf ja sage, er aber schauen müsse was der Körper schlussendlich sagt. Demnach fehlt es ihm nicht an Entschlossenheit, was auch eine frühere Aussage bei der ​​Deichstube bekräftigt: “Ich wünsche mir, international zu spielen.” Weiter: “Ich möchte international etwas erreichen – mit Werder.”


Mit diesen Worten dürfte er wohl das Herz eines jenen erreicht haben, der es mit Grün und Weiß hält. Doch bis auf Spekulationen bleibt wohl nichts anderes übrig als abzuwarten. Denn bei all den Rekorden die er aufstellte, wie etwa ältester Torschütze in der Bundesliga, oder aber auch erfolgreichster ausländischer Torschütze, darf man sein Alter nicht unterschätzen. Durch seine Erfahrung trägt er sicherlich einen entscheidenden Beitrag in der Entwicklung von jungen Spielern wie Maximilian und Johannes Eggestein bei, aber irgendwann wird der Körper endgültig 'Nein' sagen, dem Kopf wird dann wohl nichts anderes übrigbleiben als nachzuziehen...