​​Maurizio Sarri war mit dem SSC Neapel über Jahre hinweg sehr erfolgreich. Im vergangenen Sommer wagte der Italiener den Sprung in die Premier League und heuerte beim ​FC Chelsea an. Zuletzt stolperte seine Mannschaft jedoch von einer Verlegenheit in die nächste. Bei den Fans scheint der Coach daher mittlerweile jeglichen Kredit verspielt zu haben.


Bereits unter ​Jose Mourinho und auch unter Antonio Conte waren die Blues für ihre defensive Herangehensweise bekannt. Dabei spielte der Hauptstadtklub zwar nicht immer schön, dafür aber häufig ziemlich erfolgreich. Mit Maurizo Sarri sollte nun ein deutlich offensiverer Fußball an die Stamford Bridge einkehren - so wie ihn der Italiener schon beim SSC Neapel spielen ließ. Doch statt schönen Kombinationsfußball zu sehen, haben die Blues-Anhänger genug vom uninspiriert wirkenden "Sarri-Ball". Die Spielidee des neuen Trainers bringt nach gelungenem Saisonstart einfach keine Ergebnisse mehr.

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Maurizio Sarri wirkte zuletzt häufig ratlos


Und genau hier liegt aktuell das große Problem des 60-Jährigen. In der Liga setzte es in den letzten vier Spielen drei Niederlagen und der Abstand zum Spitzenreiter Manchester City beträgt bereit 15 Zähler. Am letzten Spieltag setzte es dabei beim direkten Duell gegen die Citizens eine deftige 0:6-Niederlage. Auch in der Europa League konnten die Blues zuletzt nicht wirklich überzeugen und konnten beim Gastspiel im schwedischen Malmö nur einen knappen 2:1-Auswärtssieg entführen.


Am Montag wollte sich das Spitzenteam daher in der fünften Runde des FC Cups im Duell mit Manchester United wieder rehabilitieren. Schnell wurde jedoch klar, dass auch die Red Devils derzeit eine Nummer zu groß sind und so schied der amtierende Pokalsieger nach einer verdienten 0:2-Niederlage aus. Dabei war erneut keine Spielidee zu erkennen. Bei vielen Chelsea-Fans platzte daher endgültig die Hutschnur und so stimmten die Anhänger Schmähgesänge gegen ihren Trainer an, bei dem sie sich eindeutig gegen dessen taktische Herangehensweise aussprachen.

Nach der Partie zeigte der Fußballlehrer dennoch Verständnis für die aufgebrachten Fans, betonte jedoch, dass er sich vielmehr um die schwachen Ergebnisse seiner Mannschaft Sorgen machen müsse. "Ich sorge mich um das Ergebnis, aber nicht um die Reaktion der Fans, weil ich die Situation verstehe. Ich kann unsere Fans verstehen, weil das Resultat nicht gut war und wir aus dem FA Cup raus sind", so Sarri. 


Auf die wiederholten Nachfragen der Reporter, wie er sich bei den Sprechchören gegen seine Person gefühlt habe, antworte der Italiener nur ausweichend und ließ sich zu keinem klaren Statement hinreißen. Mehre englischen Medien gehen nun davon aus, dass die Amtzeit des Cheftrainers bereits bald ein Ende finden könnte.