Beim ​Hamburger SV hat Pierre-Michel Lasogga sein Glück gefunden, könnte man meinen. Bei der Ausbeute von 14 Toren in 18 Spielen deutet wenig auf innere Konflikte hin. Doch so gern der HSV auch verlängern möchte, so schwer scheinen die Verhandlungen mit dem Goalgetter zu sein.


In weniger als einem halben Jahr läuft der Vertrag von Pierre-Michel Lasogga beim Hamburger SV aus. Von Vereinsseite würde man auch sehr gern mit dem 27-Jährigen verlängern, der aber zögert mit einer Unterschrift unter ein neues Arbeitspapier. Dem NDR erklärte er auf Anfrage: „Ich habe den HSV in mein Herz geschlossen. Ich habe die Leute hier in mein Herz geschlossen. Nichtsdestotrotz kann ich leider nichts versprechen, wie es im Sommer weitergeht.“


Stattdessen will er sich lieber erst auf das große Ziel konzentrieren. „Es gibt Gespräche. Aber im Moment ist noch alles offen und ich fokussiere mich voll und ganz auf das gemeinsame Ziel Aufstieg“, so der Stürmer. Das Hauptproblem ist in diesem Fall wohl das Gehalt, wie spekuliert wird. Lasogga gehört beim HSV noch zu den Spielern, die mit einem horrenden Gehalt ausgestattet wurden, sein Jahresgehalt soll bei 3,4 Millionen Euro liegen.


Allerdings zeigt auch die Punkteausbeute, wie wichtig Lasogga für den Verein inzwischen geworden ist. So hat der Sportbuzzer ausgerechnet, dass der HSV mit Lassoga in der Startelf in zehn Ligapartien 2,6 Punkte im Schnitt erlangen konnte. Ohne ihn waren es mit 1,5 deutlich weniger. Seinen Wert für die Hanseaten hat er somit also bewiesen. Dennoch würde man auf Vereinsseite sicher etwas einsparen und das Gehalt etwas herunterschrauben wollen.


Zumal Lasogga auch mehr und mehr zu einem Schlüsselspieler an der Alster wird. Das System ist mehr und mehr auf ihn ausgerichtet. „Das Spielsystem passt momentan sehr gut zu mir. Dass wir viel über die Außen kommen, dass wir viele Bälle in die Box bringen, das ist genau mein Spiel. Wenn die Bälle da reinfliegen, dann bin ich gut im Verwerten“, so der Offensivkünstler. „Jetzt habe ich endlich auch beim HSV ​wieder einen Trainer, der auf mich setzt. Deswegen genieße ich gerade das Hier und Jetzt und möchte bis zum Sommer so viele Tore schießen wie es geht, um unser Ziel zu erreichen.“ Was danach kommt, ließ er mal wieder offen...