​Am Samstagnachmittag kam der ​FC Schalke 04 beim wichtigen Spiel gegen den SC Freiburg nicht über ein 0:0-Unentschieden hinaus. Offenbar wollen die Klub-Bosse dennoch ihrem Trainer ​Domenico Tedesco weiterhin das Vertrauen schenken. Manager ​Christian Heidel soll indes auf dem Abstellgleis stehen.


Wie die BILD in Erfahrung gebracht haben will, soll der Aufsichtsrat der Königsblauen mit der Arbeit Heidels nicht mehr zufrieden sein. Zwar hatte der ehemalige Mainzer mit den Knappen in der Vorsaison die Vizemeisterschaft feiern können, in der aktuellen Spielzeit laufen die Schalker den gewachsenen Ansprüchen aber deutlich hinterher und können sich bei der schwachen Konkurrenz bedanken, dass sie nicht bereits mitten im Abstiegskampf stecken.

Christian Heidel

Christian Heidel bewies bei seinen Transfers nur selten ein gutes Händchen



Die sportliche Talfahrt wirft natürlich auch kein allzu gutes Licht auf den Coach des Traditionsverein. Dem Bericht zufolge sitzt Tedesco im Vergleich zu seinem Vorgesetzten aber noch relativ fest im Sattel. So hoffe man laut des Boulevarblatts darauf, dass der junge Übungsleiter mit einem "weniger komplizierten Kader noch die Kurve kriegen kann". Aktuell kommt die Zusammenstellung des Schalke-Kaders wenig überzeugend daher und bietet daher einen der Hauptgründe, wieso Heidel beim einstigen Spitzenklub immer mehr in die Kritik geraten ist.


So trennten sich die Schalker in seiner Amtszeit von Stars wie Leroy Sane und Leon Goretzka und konnten die Abgänge keineswegs kompensieren. Neuzugänge wie Sebastian Rudy und Breel Embolo konnten ihre PS nur sehr selten auf den Rasen bringen und somit steht der 55-Jährige dem Vernehmen nach kurz vor dem Aus. Zwar läuft der Vertrag des Kaderplaners noch bis 2020, dem Bericht zufolge ist es jedoch "sehr unwahrscheinlich", dass Heidel im kommenden Sommer eine erneute Chance erhält. 

Domenico Tedesco

Domenico Tedesco hofft auf eine weitere Chance



Eine vorzeitige Vertragsverlängerung war laut dem kicker ohnehin schon längst kein Thema mehr. Heidel selbst erklärte am vergangenen Wochenende der Süddeutschen Zeitung zwar, dass er seinen Vertrag gerne erfüllen würde, räumte jedoch auch ein, dass dies nur zustande kommen könnte, "wenn die Gesamtgemengenlage stimmt". Dabei komme es auch auf die "notwendigen wirtschaftlichen Möglichkeiten" an. 


Als mögliche Nachfolger für den Manager gelten laut der BILD Jonas Boldt und Klaus Allofs.