Obwohl der ​FC Chelsea stark in die Saison startete, stehen die Spieler um Trainer Maurizio Sarri mittlerweile unter Druck. Nachdem die Mannschaft in der Premier League auf den sechsten Tabellenplatz abgerutscht ist, steigt die Kritik am Trainer, der sich in den Pressekonferenzen immer wieder in Rage redet. Auf der vereinseigenen Website erhielt Sarri Rückendeckung von David Luiz, der vollstes Vertrauen in den 60-Jährigen hegt.


Nachdem Antonio Conte vor Saisonbeginn entlassen und durch Maurizio Sarri ersetzt wurde, wehte wieder ein anderer Wind beim FC Chelsea. Die 'Blues' begannen offensiver zu spielen, blieben in der Liga zwölf Spiele lang ungeschlagen und wirkten so, als könnten sie unter der Leitung des neuen Trainers auf Anhieb wieder um die Meisterschaft mitspielen. Doch seit der ersten Niederlage gegen Tottenham Hotspur am 24. November vergangenen Jahres mangelt es immer wieder an Konstanz, weshalb Chelsea mittlerweile 15 Punkte von dem Spitzenduo um Manchester City und dem FC Liverpool entfernt ist.


Von den letzten zehn Ligaspielen gewann die Mannschaft fünf, allerdings schlichen sich bei einem Remis vier teils historische Niederlagen ein. Nach dem 0:4 gegen den AFC Bournemouth folgte ein 0:6 bei Manchester City, zudem mussten sich Sarri und die Seinen gegen Arsenal (0:2) und Leicester City (0:1) geschlagen geben. 

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  Gerät immer mehr unter Druck: Trainer Maurizio Sarri


Englischen Medienberichten zufolge ​läuft bereits jetzt die Zeit für den Italiener, der als Erfolgstrainer des SSC Neapel in London heuerte, ab. Innerhalb der Mannschaft sei der Rückhalt jedoch groß, wie David Luiz verriet. So habe man bereits viele Gespräche darüber geführt, ob der Glaube an die Spielidee vorhanden wäre. "Niemand hat irgendwas gesagt, weil jeder daran glaubt", so der Innenverteidiger, der die bittere Niederlage gegen City zu relativieren versuchte.


Chelsea benötigt Zeit


Man habe "gegen das vielleicht momentan beste Team der Welt verloren", wobei man "vom Anfang bis zum Ende" die schwächere Mannschaft gewesen sei. Auch die übrigen Niederlagen gehören laut Luiz zum Entwicklungsprozess dazu. Sarri sei schließlich erst seit wenigen Monaten Trainer, weshalb die Mannschaft noch Zeit benötige, um dessen Spielidee zu verinnerlichen.


Daher verweist er auf eben jenes Manchester City und den FC Liverpool. Während Pep 
Guardiola im Sommer 2016 bei den Cityzens anheuerte, steht Jürgen Klopp bereits seit Oktober 2015 in Liverpool an der Seitenlinie. "Es gibt einen großen Unterschied. Wenn du alles verstanden hast, ist es viel einfacher, Fußball zu spielen", sagt Luiz, der den FC Chelsea jedoch "auf dem richtigen Weg" sieht.

Sein Appell lautet daher, dass man einzig und allein darüber nachdenken müsse, wie man die Stimmung jetzt bessern könne. "Vergangenheit ist Vergangenheit, du kannst sie nicht ändern. Ich spiele seit vielen Jahren für große Vereine. Wenn du gewinnst ist es gut und wenn du verlierst, ist natürlich niemand glücklich und der Druck wird da sein." Doch ob Sarri diesem Druck standhält, wird sich in den kommenden Wochen zeigen.