Sergio Ramos hat erneut für Ärger gesorgt. Der Innenverteidiger von Real Madrid erhielt im Achtelfinal-Hinspiel der Champions League bei Ajax Amsterdam (2:1) kurz vor Schluss seine dritte Gelbe Karte und wird den Königlichen somit im Rückspiel fehlen. ​Aufgrund seiner Aussagen nach der Partie eröffnete die UEFA Ermittlungen bezüglich einer absichtlichen Sperre, womit der Innenverteidiger länger auszufallen droht. Trainer Santiago Solari nahm seinen Kapitän auf der Pressekonferenz vor dem Ligaspiel gegen den FC Girona in Schutz und betonte, Ramos habe lediglich das Foulspiel forciert.


Es war zum Teil widersprüchlich, wie sich Sergio Ramos nach seiner Gelben Karte in Amsterdam zu seiner Sperre äußerte. Wie der ​kicker berichtet, soll er laut Marca gesagt haben: "Mit dem Ergebnis im Hinterkopf würde ich lügen, wenn ich sagen würde, dass ich es nicht forciert habe. Es ist etwas, über das ich nachgedacht habe."


Was zunächst nach einer absichtlichen Gelbsperre klang, hörte sich wenig später auf der vereinseigenen Website der Königlichen anders an: "Ich bin verärgert, dass ich im Rückspiel nicht spielen kann, weil ich mir am Ende des Spiels eine Verwarnung abgeholt habe."

UEFA Champions League'Ajax v Real Madrid'

  Absichtliche Sperre? Sergio Ramos (r.) droht Ärger seitens der UEFA


Nach dem 2:1-Erfolg im Hinspiel hat Real Madrid trotz einer eher dürftigen Leistung gegen Ajax Amsterdam gute Chancen auf das Erreichen des Viertelfinals der Champions League. Sergio Ramos, so heißt es aufgrund seiner Aussagen nun, könne sich dabei absichtlich seine Sperre abgeholt haben, um ab dem Viertelfinale keine weitere Sperre aufgrund von zu vieler Gelber Karten fürchten zu müssen.


Da dies laut den Regularien verboten ist, prüft die UEFA derzeit den Fall. Sollte der Kapitän schuldig gesprochen werden, droht im schlimmsten Fall eine Sperre von zwei weiteren Partien. Aufgrund dessen sprang Santiago Solari seinem Schützling auf der Pressekonferenz zur Seite und versuchte, die Aktion zu relativieren: "Sergio meinte, dass er das Foul forciert hat", wird der Argentinier in der ​AS zitiert. 


Das Foul spreche für sich, weshalb er nicht zusätzlich Öl ins Feuer gießen und die Spekulationen befeuern wolle. "Sergio hat sich selbst erklärt. Es war eine geladene Frage, ihr Medien habt eure Methoden, eure Waffen", sagte er gegenüber den Pressevertretern.