​Unter der Woche zogen die Klub-Bosse des 1. FC Nürnberg die Notbremse und reagierten mit den Entlassungen von Sportvorstand Andreas Bornemann und Cheftrainer Michael Köllner auf die sportliche Talfahrt der letzten Monate. Mit Andries Jonker hat sich nun ein ehemaliger Coach des VfL Wolfsburg selbst als potenzieller Nachfolger ins Gespräch gebracht.


Der kicker hatte unlängst bereits über einen Kontakt des Niederländers mit dem Aufsteiger berichtet. Gegenüber der BILD machte der 56-Jährige nun keinen Hehl daraus, dass er gerne nach Deutschland zurückkehren würde. "Ich habe in Holland mit Willem II und hier in Deutschland mit dem VfL Wolfsburg schon bewiesen, dass ich Vereine in schwierigen Situationen helfen kann", so der selbstbewusste Übungsleiter. Mit den Niedersachsen hatte er sich 2017 in der Relegation gegen den Zweitligisten Eintracht Braunschweig durchsetzen können, nach einem schwachen Saisonstart in der Folgesaison wurde der Fußballlehrer jedoch bereits nach vier Spielen vor die Türe gesetzt.

Michael Kollner

Aufstiegstrainer Michael Köllner konnte die sportliche Talfahrt nicht aufhalten



Ein Comeback in der höchsten deutschen Spielklasse hat für den gebürtigen Amsterdamer einen großen Reiz. So erklärte der Trainer, dass er "sehr gerne" für die Clubberer arbeiten würde. "Nürnberg vermittelt mir einfach ein gutes Gefühl. Es ist ein toller Verein mit tollen Fans und einem tollen Stadion", so Jonker weiter. 


Vor dem 22. Spieltag haben die Franken mit gerade einmal zwölf Punkten auf der Habenseite die rote Laterne der Bundesliga inne und konnten sich bei der ebenfalls desaströsen Konkurrenz bedanken, dass der Abstand auf den Relegationsplatz dennoch nur drei Zähler beträgt. Der ehemalige Wolfsburger ist sich daher sicher, dass er den Traditonsverein aus der Krise führen könnte: "Ich weiß, was in so einer Phase zu tun ist und bin fest davon überzeugt, es auch mit dem Club schaffen zu können". 

FBL-GER-BUNDESLIGA-FRANKFURT-WOLFSBURG

Andries Jonker hat den 1. FC Nürnberg bereits unter die Lupe genommen



Dabei schätze er die Mannschaft aus Mittelfranken trotz der sportlichen Misere weiterhin als "intakt" ein. Ein Problem der Mannschaft sei vielmehr die fehlende "offensive Durchschlagskraft", schließlich benötige man in dieser Situation "Tore, um zu gewinnen". Hier gelte es als anzusetzen. Aktuell sind Vereinslegende Marek Mintal und der bisherige Co-Trainer ​Boris Schommers für die Vorbereitung auf die kommende Partie gegen den Spitzenreiter Borussia Dortmund am Montagabend zuständig. Bereits in der kommenden Woche könnte in Nürnberg jedoch bereits erneut ein frischer Wind wehen.