Adrien Rabiot und seine Wechsel-Odyssee sind über Monate zum leidigen Thema geworden. So leidig, dass sich nach dem FC Bayern nun schon der zweite Verein aus dem Transfer-Poker zurückzieht - für den Franzosen ein Schlag ins Gesicht. 


Eigentlich schien schon länger alles klar für Adrien Rabiot, den wechselwilligen Mittelfeldmann von Paris Saint-Germain. Schon im Sommer hatte der 23-Jährige mit dem ​FC Barcelona gesprochen, damit sogar den Haussegen beim französischen Meister in Schieflage gebracht und von den Katalanen zuletzt gar ein lukratives Angebot vorgelegt bekommen. 


Rabiot, dessen Vertrag in Paris am 30. Juni dieses Jahres ausläuft, ist der Feldspieler mit dem höchsten Marktwert, der im Sommer ablösefrei den Arbeitgeber wechseln darf und somit entsprechend begehrt. Weil er aber auch deshalb trotz eines lukrativen Barca-Angebotes mit einer Zusage zögerte, zog der spanische Tabellenführer laut der in Barcelona ansässigen Mundo Deportivo nun sein Angebot zurück. 

Red Star Belgrade v Paris Saint-Germain - UEFA Champions League Group C

Mit seinem Verhalten verspielt sich Adrien Rabiot seit einiger Zeit viele Sympathien



Zuvor war dem sechsfachen französischen Nationalspieler ein Fünf-Jahres-Vertrag angeboten worden, der eine Bonuszahlung in Höhe von 10 Millionen Euro beinhaltete und dieselbe Summe als jährliches Gehalt vorsah. Auf die Zockerei Rabiots hatten die Barca-Verantwortlichen dann zuletzt keine Lust mehr. Wieso auch, hatte man doch in Frenkie De Jong schon eines der vielversprechendsten Talente im zentralen Mittelfeld fest verpflichten können.


Mit seinem Sinneswandel ist der FC Barcelona schon der zweite Rabiot-Interessent, der sich aus dem Wettbieten zurückzieht. Auch der ​FC Bayern München hatte schon im Winter-Transferfenster um den 23-Jährigen geworben, sich laut kicker jedoch nun frühzeitig von weiteren Bemühungen abgesehen. Für Rabiot, der wegen verweigerter Vertragsverlängerung unter Thomas Tuchel bei PSG keine Rolle mehr spielt, ist die Absage von Barca nun ein weiterer Schlag ins Gesicht - allerdings einer, den der Franzose wohl verkraften wird. Mit ​Juventus Turin, dem ​FC Chelsea und Tottenham Hotspur gibt es nämlich weitere, hochkarätige Klubs, die um die Dienste des jungen Mittelfeld-Regisseurs buhlen.