Nachdem ​Borussia Dortmund in den letzten Monaten von Erfolg zu Erfolg geeilt ist, geriet die Maschinerie ​von Trainer Lucien Favre zuletzt ins Stocken. Bei der ​0:3-Niederlage gegen die Tottenham Hotspur in der Champions League, stellten sich die Borussen ​insbesondere in der zweiten Halbzeit nicht sehr clever an. Dabei stößt den Verantwortlichen auch ein unangemeldeter Friseurbesuch bei einigen Spielern sauer auf.


Nur wenige Stunden nach dem bitteren Niederlage gegen das Spitzenteam aus der Premier League, wurde öffentlich, dass der Londoner Star-Frisör Sheldon Edwards am Vorabend der wichtigen Partie im Dortmunder Mannschafthotel aufgetaucht war. Dabei kümmerte sich der Coiffeur um die Haarpracht der BVB-Profis Axel Witsel, Raphael Guerreiro, Dan-Axel Zagadou, Abdou Diallo und Jacob Bruun Larsen. Am darauffolgenden Tag waren die Spieler so zwar top gestylt, auf fußballerischen Ebene wussten sie aber nicht wirklich zu überzeugen.

Axel Witsel

Der Lockenkopf von Axel Witsel saß gegen Tottenham ausgezeichnet


Nach einer Niederlage werden auch gerne kleinste Details in den Fokus gerückt. Das weiß auch Klub-Boss Hans-Joachim Watzke. Gegenüber der BILD machte der 59-Jährige daher klar, dass ein Haarschnitt "selbstverständlich keinerlei Einfluss auf die Leistung einer Mannschaft" habe und man vielmehr die sportlichen Gründe analysieren müsse. Zumal Edwards auch vor den starken Auftritten gegen die Bayern und Atletico Madrid seine Finger bereits im Spiel hatte. Da der Friseurbesuch von den Medien jedoch dankend aufgenommen wurde und der BVB so in einem schlechten Licht dasteht, müssen Michael Zorc und Sebastian Kehl das Thema laut Watzke dennoch "mit den entsprechenden Spielern auch aufarbeiten."


Das größte Ärgernis für die Klub-Verantwortlichen dürfte laut der BILD sein, dass die Spieler sich im Vorfeld keine Erlaubnis für den außerordentlichen Termin eingeholt hatten. So soll das Umstyling noch nach dem Abschlusstraining und der Team-Besprechung stattgefunden haben. Sportdirekor Michael Zorc pflichtete seinem langjährigen Mitarbeiter daher bei und versicherte, dass so etwas nicht sein dürfe und in Zukunft auch nicht mehr passieren werde. Dabei ist sich auch der erfahrene Funktionär durchaus bewusst, dass sich die Zeiten geändert haben. "Wir haben heute eine andere Spielergeneration, die sich anders vorbereitet als Matthias Sammer und ich das gemacht haben", so der 56-Jährige.