Mauro Icardi ist ​nicht mehr Kapitän von ​Inter Mailand: Wie die Nerazurri am Mittwoch mitteilten, wird Samir Handanovic die Mannschaft künftig aufs Feld führen. Außerdem wurde Icardi nicht für das anstehende Europa-League-Spiel bei Rapid Wien nominiert. Sollte das Tischtuch zwischen beiden Partien zerschnitten sein, würden sich viele internationale Spitzenvereine um Icardi balgen.


Am Mittwochnachmittag erklärte Inter Mailand über Twitter, dass Torhüter Handanovic Mauro Icardi als Kapitän ablösen wird. Eine offizielle Begründung für diese Entscheidung steht noch aus. Für Aufmerksamkeit sorgte zudem Icardis Teamkollege Marcelo Brozovic, der auf Instagram drei Nachrichten zur Absetzung Icardis mit einem "Gefällt mir" markierte. Wenige Stunden später wurde bekannt, dass Icardi auch beim Europa-League-Hinspiel gegen Rapid Wien am Donnerstag (18.55 Uhr) nicht im Kader steht. 

Was genau vorgefallen ist, weiß anscheinend noch niemand. Inters ​Trainer Luciano Spalletti ließ nur so viel wissen: "Es war seine Entscheidung, nicht mitzureisen. Es sind Sachen vorgefallen, die nicht ausgesprochen, begradigt, geklärt worden sind, was schlecht für die Atmosphäre war", ergänzte Spalletti: "Deshalb haben wir uns zusammengesetzt und eine Entscheidung für das Wohl von Inter Mailand getroffen."


Eigentlich hatte Icardis Ehefrau Wanda Nara, gleichzeitig auch Beraterin des Mittelstürmers, in den letzten Wochen häufiger betont, dass der Argentinier bei Inter verlängern werde. Icardis Vertrag läuft noch bis Sommer 2021. Aber schon seit längerem wird Icardi mit Real Madrid in Verbindung gebracht. Zuletzt brachte die spanische Zeitung AS sogar ein Engagement bei ​Atletico Madrid ins Gespräch. Aber ​Real Madrid gilt als Top-Kandidat. Zwar hat Mittelstürmer Karim Benzema zuletzt wieder seinen Torriecher gefunden, Icardi indes wäre eine weitere Verstärkung für die Königlichen. 


Auch der ​FC Chelsea könnte ins Wettbieten einsteigen, da Gonzalo Higuain nur ausgeliehen ist. Der ​FC Barcelona könnte sich ebenfalls in die Verlosung bringen, da Luis Suarez nunmehr 31 Jahre alt ist. Zumal der Argentinier in der U17 und U19 bereits für Barça aufgelaufen ist, bevor es ihn nach Italien verschlug. Icardi ist mit seinen 25 Jahren im besten Fußballeralter und wäre auch für Vereine wie Manchester United oder ​Juventus Turin interessant.


Der Torjäger verfügt über eine Ausstiegsklausel von 110 Millionen Euro, die es ihm ermöglicht, die Nerazzurri bis zum 15. Juli zu verlassen. Allerdings gilt diese nur außerhalb der Serie A. Icardi ist nicht nur Inters mit Abstand wertvollster Spieler, sondern auch der torgefährlichste. In 210 Partien erzielte er 122 Treffer und bereitete 26 weitere vor. In der Vergangenheit wurde auch immer mal wieder der FC Bayern mit dem ehemaligen Inter-Kapitän in Verbindung gebracht.