Der ​VfB Stuttgart durchlebt gerade ​unruhige Zeiten, doch für einen verlief zumindest der Januar persönlich trotzdem sehr zufriedenstellend: Nicolas Gonzalez zeigte ansprechende Leistungen und wurde zum Rookie des Monats Januar gewählt.


Wenn Michael Reschke, dem erst gestern entlassenen Ex-Sportvorstand des VfB Stuttgart, teure Fehleinkäufe vorgeworfen wurden, dann gehörte auch Nicolas Gonzalez dazu. Der Argentinier kam für stolze 8,5 Millionen Euro von den Argentinos Juniors ins Schwabenland und spielte eine dürftige Hinrunde. Erst am 17. Spieltag erzielte Gonzalez bei der Niederlage gegen den ​FC Schalke 04 seinen ersten Treffer - zuvor hatte er im selben Spiel schon den Ausgleich auf dem Fuß und schoss am leeren Tor vorbei.


Nichtsdestotrotz hatte der 20-Jährige es immer wieder versucht und hat, Stand heute, mit 48 die meisten Torschüsse aller Stuttgarter abgegeben, zudem traf er drei Mal nur das Aluminium. Nachdem der Knoten Ende Dezember dann endlich geplatzt war, spielte Gonzalez im Januar trotz der anhaltenden sportlichen Talfahrt der Stuttgarter groß auf und wurde schließlich zum Rookie des Monats gewählt.


Der Argentinier wurde gegen den ​FSV Mainz 05 beim Stand von 0:3 eingewechselt, war danach an so ziemlich allen Offensivaktionen des VfB beteiligt und erzielte ein Tor selbst, beinahe hätte es auch dank ihm noch zum Ausgleich gereicht. Beim Heimspiel gegen den ​SC Freiburg zwei Wochen später bereitete Gonzalez beide Tore beim 2:2 vor. Ob ihm die Auszeichnung über seine ​Drei-Spiele-Sperre hinwegtrösten kann?


Bei der Wahl zum Bundesliga-Rookie des Monats Januar setzte sich Stuttgarts Youngster gegen den Mainzer Aaron Martin und den Berliner Marko Grujic durch. Die bisherigen Titelträger in der laufenden Saison waren Achraf Hakimi (zwei Mal), Reiss Nelson und Dodi Lukebakio.