Der ​VfB Stuttgart hat Michael Reschke als Sportvorstand ​abberufen, Präsident Wolfgang Dietrich sprach auf der heutigen Pressekonferenz von einer "einstimmigen" Entscheidung. Als Nachfolger wurde Thomas Hitzlsperger vorgestellt. 


Nach der Trennung von Michael Reschke präsentierte der VfB Stuttgart sogleich Thomas Hitzlsperger als Nachfolger. "Sie können sich vorstellen, dass das für mich eine große Aufgabe ist. Ich habe Respekt davor", sagte der neue Sportvorstand heute bei seiner Vorstellung und kündigte weitere Personalentscheidungen an: "Es ist für mich von großem Interesse, ein gutes Team um mich zu haben. Wir haben hier gute Leute, trotzdem ist es mein Ansinnen, mich mit sehr guten Leuten zu umgeben, die streitbar sind, die sich selber hinterfragen, die mich hinterfragen, in dem was ich täglich tue."


Präsident Wolfgang Dietrich pflichtete Hitzlsperger, der einen Dreieinhalbjahresvertrag erhalten hat, bei und kündigte an, noch einen neuen Sportdirektor verpflichten zu wollen. Der VfB habe gelernt, dass die Aufgaben eines Sportvorstandes aufgeteilt werden müssten. "Wir brauchen mehr Verantwortung und mehr Kompetenz im sportlichen Bereich", erklärte Dietrich. "Wir haben die Stelle des Sportdirektors immer geplant, jetzt müssen wir an die Sache heran gehen. Deshalb ist nach dem Klassenerhalt die oberste Priorität, diese Stelle zu besetzen."


Dietrich verteidigte auch die Verpflichtung und die Amtszeit Reschkes. Der Ex-Sportvorstand sei in einer schwierigen Zeit zum VfB gekommen und die Entscheidung, Reschke zu installieren, sei damals "nachvollziehbar und auch richtig" gewesen. "Gescheitert ist, dass die Kaderplanung für dieses Jahr, von der wir alle, auch einstimmig im Aufsichtsrat, überzeugt waren, uns nicht den erhofften Erfolg gebracht hat." Der 70-Jährige sehe dies nicht als persönliche Niederlage für sich selbst.


Keine Jobgarantie für Weinzierl


Trainer Markus Weinzierl wird überdies auch weiterhin im Amt bleiben. "Es gab gestern eine Vorstandssitzung, in der der Vorstand einstimmig, mit Michael Reschke zusammen, entschieden hat, am Trainer festzuhalten. Daran halten wir fest", sagte Dietrich. Hitzlsperger berichtete, er habe bereits mit Weinzierl gesprochen, wollte aber keine konkreten Pläne zur Zukunft des Coaches äußern. Es würde so lange gehen "wie ich spüre, dass es sinnvoll ist und das geht hoffentlich eine ganz, ganz lange Zeit." Für Hitzlsperger sei es nun vorerst das Wichtigste, "für den Trainer da zu sein."