Beim VfB Stuttgart läuft derzeit nicht viel zusammen. Mit der schlechtesten Offensive der Bundesliga, auf dem Relegationsplatz und nicht weit von der zweiten Trainerentlassung der laufenden Saison entfernt, trennte sich der Bundesligist nun von Sport-Vorstand Michael Reschke. Eine Nachricht, die unter den VfB-Fans vor allem eine Reaktion hervorrief.


Wenn ein Bundesligist zum wiederholten Male in einer Saison eine seiner wichtigen vereinsinternen Positionen neu besetzen muss, ist das nie ein gutes Zeichen für den Zustand des Vereins. Mitten in einer Saison, die für den VfB Stuttgart ohne hin gänzlich anders verläuft als erhofft, möchte sich der Klub personell weiter verändern. Was sich jedoch nach einer Verzweiflungstat anhört - und wahrscheinlich eine ist -, wird in Fankreisen allerdings mehr als freudig angenommen.


So zeigten sich die Anhänger der Schwaben auf Twitter beinahe ekstatisch. Da dankt der eine dem lieben Herrgott, ein anderer nennt die Entlassung "die beste Nachricht seit langem".



Während aber die Euphorie bei vielen schon an Schadenfreude grenzt, fordern einige Anhänger des Baden-Württembergischen Haupstadtklubs einen noch krasseren Umbruch. Ein weiteres Opfer des umfassenden personellen Neuanfangs solle demnach in erster Linie Vereinspräsident Wolfgang Dietrich werden. Im 70-Jährigen sieht eine Großzahl der Kommentierenden die Wurzel des Übels, das sich derzeit auf sämtliche Ebenen der Vereinsarbeit auswirkt. 


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Weil die Rausschmiss-Forderungen schon beim Präsidenten nicht Halt machen, ist zu guter Letzt natürlich auch der Job eines Mannes nicht sicher, der beim VfB noch gar nicht so lange im Amt ist: Trainer Markus Weinzierl. Der 44-Jährige ist für die sportliche Leistung der Stuttgarter zuständig und hatte auch nach Rückrundenstart mit seinem Team nicht den Umschwung geschafft. Ist es also Zeit für die zweite Trainer-Entlassung innerhalb weniger Monate? Für einige Fans ist die Sache offenbar klar.



Aufregende Zeiten beim VfB Stuttgart, der mit allen Mitteln versucht, die Klasse zu halten. Bei all der Missgunst wird derweil ein altes Gesicht von den Fans willkommen geheißen. Thomas Hitzlsperger war einst als Spieler für den VfB aktiv, nun will er in der Reschke-Position retten, was zu retten ist. Als ehemaliger Publikumsliebling ist ihm dabei offenbar die Unterstützung der Fans sicher.


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